In Schülergruppe gerast: Spezialeinheit durchsucht Wohnung nach «Amoktat» in Berlin
Aktualisiert

In Schülergruppe gerastSpezialeinheit durchsucht Wohnung nach «Amoktat» in Berlin

Nach dem tödlichen Auto-Vorfall in Berlin hatte die Polizei zudem Kontakt mit der Schwester des Fahrers. Dieser soll psychisch auffällig gewesen sein.

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Nach der Amokfahrt von Berlin ist die Wohnung des 29-jährigen Täters untersucht worden. 

Nach der Amokfahrt von Berlin ist die Wohnung des 29-jährigen Täters untersucht worden. 

AFP
Im Einsatz standen dabei die Polizei und ein Sondereinsatzkommando. Mit einer Polizei-Ramme und einem Erkundungsroboter suchten sie die Wohnung des Täters auf. 

Im Einsatz standen dabei die Polizei und ein Sondereinsatzkommando. Mit einer Polizei-Ramme und einem Erkundungsroboter suchten sie die Wohnung des Täters auf. 

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Die Sanität in Berlin war nach dem tödlichen Vorfall vom Vormittag mit einem Grossaufgebot vor Ort.

Die Sanität in Berlin war nach dem tödlichen Vorfall vom Vormittag mit einem Grossaufgebot vor Ort.

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Darum gehts

Nach dem tödlichen Auto-Vorfall nahe der Berliner Gedächtniskirche hat die Polizei mit Unterstützung eines Spezialeinsatzkommandos die Wohnung des Fahrers durchsucht. Den Einsatz im Stadtteil Charlottenburg, über den zuvor die «Bild»-Zeitung berichtet hatte, bestätigte eine Polizeisprecherin der Deutschen Presse-Agentur.

Polizei rückte mit Ramme und Erkundungsroboter an

Zudem habe die Polizei Kontakt zur Schwester des Fahrers gehabt, hiess es. Weitere Einzelheiten gab es zunächst nicht. Nach «Bild»-Informationen verschafften sich die Einsatzkräfte mit einer Polizei-Ramme Zutritt zur Wohnung und hatten unter anderem einen Erkundungsroboter dabei. Unklar sei jedoch, ob die Polizisten etwas gefunden oder mitgenommen haben.

Ein 29-Jähriger war am Vormittag am Ku’damm in eine Menschengruppe auf dem Bürgersteig gefahren und dann 200 Meter weiter auf der Tauentzienstrasse in ein Schaufenster gekracht. Unter den Verletzten waren zahlreiche Schüler einer zehnten Klasse aus Bad Arolsen in Nordhessen. Eine Lehrerin wurde getötet, ein Lehrer schwer verletzt, wie die hessische Landesregierung mitteilte. Nach Angaben der Berliner Feuerwehr wurden sechs Menschen lebensgefährlich und drei Menschen schwer verletzt.

«Täter hat immer wieder Gas gegeben»

Wie der «Spiegel» (Bezahlartikel) aufgrund von Gesprächen mit Augenzeugen berichtet, soll der Täter immer wieder «Gas gegeben» haben. Der Täter war der Polizei bekannt, jedoch nicht als Extremist. Er galt aber als gewalttätig.

Nach dpa-Informationen aus Polizeikreisen soll der Verdächtige zudem psychisch auffällig sein. In dem Wagen, den der 29-Jährige in Berlin lebende Deutsch-Armenier fuhr, waren neben Schriftstücken auch Plakate mit Aufschriften und Äusserungen «über die Türkei» gefunden worden. Die Berliner Innensenatorin Iris Spranger bezeichnete den Vorfall am Mittwochabend auf Twitter als «Amoktat eines psychisch beeinträchtigten Menschen». 

Berliner trauern bei Andacht in Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche

Nach dem tödlichen Auto-Vorfall in Berlin haben zahlreiche Menschen in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche der Toten und Verletzten gedacht. Unter den Gästen waren unter anderem Bundesfamilienministerin Lisa Paus (Grüne), Berlins regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey und Bildungssenatorin Astrid-Sabine Busse (beide SPD), aber auch Einsatzkräfte der Feuerwehr und Polizei. Auch viele Bürgerinnen und Bürger drückten bei der Andacht ihre tiefe Anteilnahme aus.

Ein Video auf Tiktok zeigte den Moment der Verhaftung in der Berliner Innenstadt.

Video: 20min/dsc

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(dpa/fis)

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