Spielberg boykottiert Olympia wegen Darfur
Aktualisiert

Spielberg boykottiert Olympia wegen Darfur

Der Filmregisseur Steven Spielberg hat aus Protest gegen die chinesische Sudanpolitik seine Beratertätigkeit für die Eröffnungs- und die Schlusszeremonie der Olympischen Spiele in Peking eingestellt.

Er könne nicht länger an den Feiern mitarbeiten, während China und andere Länder nicht genug unternähmen, um das Leid in Darfur zu beenden, erklärte er am Dienstag.

Spielberg schloss sich zusammen mit der Schauspielerin Mia Farrow den weltweiten Protesten gegen die chinesische Sudan-Politik am Dienstag an. Mit Bezug auf die Olympischen Spiele in diesem Sommer in China wurde die Regierung in Peking aufgefordert, ihren Einfluss auf die sudanische Regierung zu nutzen. Wie könne China Gastgeber der Olympischen Spiele sein und zugleich den Völkermord in Darfur unterstützen, fragte Farrow bei der Übergabe eines offenen Briefs an Präsident Hu Jintao in der chinesischen UN-Vertretung in New York.

Die Hauptverantwortung für die anhaltenden Verbrechen liege bei der sudanesischen Regierung, aber die internationale Gemeinschaft und besonders China müssten mehr tun, forderte Spielberg. Chinas wirtschaftliche, militärische und diplomatische Beziehungen zum Sudan seien eine Gelegenheit und eine Verpflichtung, auf Änderungen zu dringen. China kauft zwei Drittel der sudanesischen Ölexporte. Dafür liefert China Waffen und verteidigt die Regierung in Khartum im Sicherheitsrat. (dapd)

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