Spielberg von München-Terrorist kritisiert
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Spielberg von München-Terrorist kritisiert

Steven Spielberg ist von dem einzigen überlebenden palästinensischen Terroristen aus dem 1972er Massaker bei den Olympischen Spielen in München kritisiert worden - weil der Regisseur ihn nicht für seine Verfilmung der tragischen Ereignisse konsultiert hat.

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Mohammed Daoud war Anfang der Siebzigerjahre Mitglied bei der Terrorgruppe «Schwarzer September» und ist verantwortlich für den Tod von elf Israelis im Olympischen Dorf bei München. Seitdem ist er auf der Flucht. Aber Daoud ist so wütend, dass Spielberg in dem neuen Film «Munich» angeblich einen pro-israelischen Standpunkt einnehmen wird, dass er die Nachrichtenagentur Reuters kontaktiert hat, um seine Version der Geschichte zu erzählen. Daoud: «Wenn jemand wirklich die Wahrheit über das erzählen will, was passiert ist, hätte er mit den Leuten reden sollen, die dabei waren und die Wahrheit kennen. Würde man mich fragen, würde ich die Wahrheit sagen. Israel hat sich an Menschen gerächt, die nichts mit dem München-Angriff zu tun hatten, die nur politisch aktiv waren oder Verbindungen zur PLO hatten.»

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