Tödliche Risiken: Spielen Sie um Ihr Leben!
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Tödliche RisikenSpielen Sie um Ihr Leben!

Statistisch gesehen sollten wir alle tot sein. Welche absurden Risiken Sie in Ihrem Leben erwarten und wieso Rap-Musik besonders gefährlich ist, erfahren Sie in unserem Quiz.

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Schön, dass Sie da sind. Das ist nicht selbstverständlich. Die Wahrscheinlichkeit, auf die Welt zu kommen, ist nämlich denkbar gering. Zwar geben sich die Schweizer und Schweizerinnen durchaus Mühe, schliesslich haben sie im Durchschnitt 123 Mal pro Jahr Sex. Dass dabei aber ein neues Leben entsteht, ist relativ unwahrscheinlich. Nicht zuletzt, weil der Mensch aktiv dagegen vorgeht: Beispielsweise stülpen sich die Männer weltweit jedes Jahr 380 Kondome über. In ihrem Buch «Warum Kugelschreiber tödlicher sind als Blitze», zeigen Cord Balthasar und Thorsten Wiese anschaulich auf, wieso wir statistisch betrachtet eigentlich schon tot sind, oder es gar nie zu einer menschlichen Existenz gebracht haben.

Sicher ist nur der Tod

Obschon sich der Mensch also gegen jede Art der Fortpflanzung zu wehren scheint: Sie sind hier. Die Frage ist nur, wie lange? Schliesslich ist unser Leben von Beginn an darauf ausgelegt, uns umzubringen. Der US-Amerikaner Ronald A. Howard hat sogar eine Masseinheit namens «Mikromort» entwickelt, mit der sich das Risiko, während einer Tätigkeit zu sterben, berechnen lässt. Demnach haben Motorradfahrer schon nach einer Fahrt von zehn Kilometern ein Mikromort und damit die Wahrscheinlichkeit von eins zu einer Million gesammelt, dass sie durch einen Unfall sterben werden.

Am meisten Mühe, ihr Leben in Gefahr zu bringen, geben sich übrigens unsere jugendlichen Mitbürger. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Teenager wegen Drogenmissbrauchs im Krankenhaus landet, beträgt immerhin 1 zu 300, wobei sich Mädchen vorwiegend an Medikamenten vergreifen und die Jungen gerne mal zu tief ins Glas schauen. Rund die Hälfte der Halbstarken zieht auch regelmässig am Glimmstengel.

Punk-Musik macht kriminell

Richtig gefährlich wird es allerdings erst, wenn die junge Generation anfängt Musik zu hören. Forscher der Columbia University und der University of California Los Angeles wollen herausgefunden haben, dass Heavy Metal nicht nur wahnsinnig gefährlich klingt, sondern auch tatsächlich depressiv macht. Es gebe gar einen Zusammenhang zwischen hartem Rock und Selbstmordgefahr.

Sollten Sie nun als Country-, Rap- oder Punk-Fan einen kurzen Anflug heimlicher Schadenfreude verspüren, müssen wir Sie gleich wieder enttäuschen: Eine weitere Forschergruppe hat tatsächlich statistisch belegt, dass die Selbstmordrate auch steigt, je häufiger im Radio Country-Musik läuft. Sehr aufwühlende Musik, wie Gangsta-Rap, Punk und Techno soll sogar kriminell machen.

Reiche leben länger

Hat man die schwierige Jugendphase lebend überstanden, sollte man dafür sorgen, dass man genügend Geld verdient. Arme Menschen haben nämlich eine deutlich tiefere Lebenserwartung als diejenigen, die in Geld schwimmen. Wer viel verdient, lebt also länger – ausser Sie sind Fensterputzer. Gemäss einem britischen Versicherungsunternehmen haben nämlich Fensterputzer den gefährlichsten Job überhaupt. Da lebt es sich als Buchhalter, die der risikoärmsten Arbeit nachgehen, viel sicherer.

Werden auch Sie von irrationalen Ängste verfolgt? Falls Sie den Mut aufbringen, noch einige andere absurde Gefahren kennenzulernen, dann spielen Sie unser Quiz!

Das Buch «Warum Kugelschreiber tödlicher sind als Blitze», von Cord Balthasar und Thorsten Wiese, zeigt verblüffende Statistiken über die Gefahren und Risiken unseres Lebens.

2014, Riva Verlag.

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