Aktualisiert 17.10.2019 09:30

National LeagueSpielerleasing entwickelt sich zum neuen Trend

In den letzten 14 Tagen sind vier Spieler für Kurzengagements an Ligakonkurrenten abgetreten worden – ein Novum in der Schweiz.

von
Marcel Allemann
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Juraj Simek gehört eigentlich Servette. Der 32-jährige Slowake ist jedoch für einen Monat an Rapperswil ausgeliehen.

Juraj Simek gehört eigentlich Servette. Der 32-jährige Slowake ist jedoch für einen Monat an Rapperswil ausgeliehen.

Keystone/AP/Alexandra wey
Gleiches Bild bei Eliot Antonietti. Auch er steht bei Servette unter Vertrag, ist aber an die Lakers ausgeliehen.

Gleiches Bild bei Eliot Antonietti. Auch er steht bei Servette unter Vertrag, ist aber an die Lakers ausgeliehen.

Keystone/Alexandra Wey
Chris Egli läuft nicht mehr im Dress der Davoser auf.

Chris Egli läuft nicht mehr im Dress der Davoser auf.

Keystone/Melanie Duchene

HCD-Stürmer Chris Egli ist bis Weihnachten bei Ambri, sein Davoser Kollege Tino Kessler über die gleiche Zeitspanne in Biel. Servettes Eliot Antonietti und Juraj Simek sind für einen Monat bei den Lakers. Spielerleasing entwickelt sich zum neuen Trend – wenn ein Verein einen Notstand hat und ein anderer ein Überangebot.

Wie etwa Davos. «Wir haben diese Saison bewusst 10 Verteidiger und 20 Stürmer im Kader, weil wir im Januar und Februar ein irres Programm haben und so diese Belastungen verteilen können. Aber im Moment würden Egli und Kessler bei uns auf der Tribüne sitzen. Da ist es uns lieber, sie sind in Ambri und Biel und können auf Topniveau spielen», sagt HCD-Sportchef Raeto Raffainer. Deshalb hat er der Konkurrenz geholfen. Unter einer Bedingung: Gegen Davos dürfen sie nicht eingesetzt werden.

«Sie wollen mich nicht mehr»

Etwas anders liegen die Fälle von Antonietti und Simek. Sie sind bei Servette kein Faktor mehr, es werden Abnehmer gesucht. Simek, der am Dienstag bei den Lakers debütiert hat und bei den Genfern noch einen Vertrag bis Ende Saison hätte, sagt offen: «Servette teilte mir schon im April mit, dass sie mich nicht mehr wollen.»

Er habe sich dann trotzdem voll reingehängt und versucht, etwas an der Situation zu ändern. «Aber das hat nichts gebracht.» Deshalb ist Simek «sehr dankbar», dass er nun diese Chance bei Rappi erhält: «Ich hoffe, ich bin gut genug, um hier bleiben zu können. Zurück nach Genf zu gehen, ist für mich keine Option mehr. Rappi wäre perfekt – ich brauche eine neue Herausforderung.»

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