So verhinderst du, dass Spinnen in die Wohnung kommen

Kaum wird es Herbst, wollen alle Spinnen in deine Wohnung. Wir zeigen die sieben Wege, wie du sie davon abhalten kannst – und erklären, warum sich so viele Menschen vor den achtbeinigen Tierchen fürchten.

Kaum wird es Herbst, wollen alle Spinnen in deine Wohnung. Wir zeigen die sieben Wege, wie du sie davon abhalten kannst – und erklären, warum sich so viele Menschen vor den achtbeinigen Tierchen fürchten.

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Herbst-ProblemSpinnen im Haus – so hältst du die Achtbeiner fern

Im Herbst kommen Spinnen gerne in die warme Wohnung. Wir zeigen dir sieben Möglichkeiten, sie fernzuhalten – ohne ihnen dabei zu schaden.

von
Meret Steiger

Wenn es draussen kühler wird, wollen die Spinnen, die sich den ganzen Sommer an Insekten gross gefressen haben, in deine warme Wohnung kommen. Das ist für viele ein Problem: Gemäss einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Emnid fürchten sich 20 Prozent aller Männer und 59 Prozent aller Frauen vor Spinnen.

Fünf bis zehn Prozent der Menschen sind Arachnophobiker, haben also sogar panische Angst vor Spinnen. Dass sich grössere Arten wie die Nosferatu-Spinne dank der immer wärmeren Temperaturen bei uns ausbreiten, macht die Situation für diese Menschen noch schlimmer.

Hast du Angst vor Spinnen?

Aber nicht nur aus ethisch-moralischen Gründen sollte man die Spinnen nicht töten, sondern auch, weil sie ganz schön nützlich sind: Sie fressen Stechmücken, Kartoffelkäfer und Motten – eine Kreuzspinne verspeist beispielsweise bis zu zwei Kilo Ungeziefer pro Jahr.

Ist die Spinne also erstmal in der Wohnung, entfernst du sie am besten mit einem Glas und einem Stück Papier. Wir zeigen dir ausserdem sieben Dinge, mit denen du die Spinnen schon am Fenster aufhalten kannst.

Pfefferminzöl

Mit Pfefferminzöl wirst du Spinnen easy los – oder verhinderst, dass sie überhaupt reinkommen. Falls du Haustiere hast, eignet sich dieser Trick aber nicht!

Mit Pfefferminzöl wirst du Spinnen easy los – oder verhinderst, dass sie überhaupt reinkommen. Falls du Haustiere hast, eignet sich dieser Trick aber nicht!

PantherMedia / Juan carlos Tardio

Laut einer Studie ist Minze einer der Gerüche, den Spinnen hassen wie die Pest. Fun Fact: Spinnen riechen über ihre Beine. Sobald sie also über eine Fläche gehen, die mit Pfefferminzöl eingerieben wurde, wollen sie so schnell wie möglich wieder weg. Am einfachsten geht das, wenn du Pfefferminzöl mit Wasser mischst und mit einer Sprühflasche an heikle Stellen (Fenster- und Türrahmen, besonders staubige Ecken) sprühst. Achtung: Pfefferminzöl ist giftig für Haustiere, diese Methode eignet sich nur, wenn du keine Haustiere hast.

Essig

Spinnen reagieren sehr empfindlich auf Essigsäure. Dieses Hausmittelchen ist praktisch, schliesslich haben die meisten von uns Essig zu Hause und er ist für Haustiere ungiftig. Der einzige Haken, wenn man eine 1:1-Mischung aus Essig und Wasser versprüht: der Geruch.

Kastanien

In der Studie zeigt sich bei Kastanien ein ähnliches Bild wie bei Minze: Spinnen können den Geruch einfach nicht leiden.

In der Studie zeigt sich bei Kastanien ein ähnliches Bild wie bei Minze: Spinnen können den Geruch einfach nicht leiden.

IMAGO/YAY Images

Überraschenderweise sind in der Studie auch Kastanien als natürliches Anti-Spinnenmittel vertreten. Das liegt vermutlich an einem für Menschen geruchslosen Öl, das die Kastanien ausströmen. Um Spinnen zu vertreiben, kannst du einige Kastanien auf dein Fensterbrett legen und leicht zerdrücken. Die Wirkung hält angeblich bis zu vier Wochen.

Wege versperren

Die Spinnen kommen entweder durch geöffnete Fenster oder aber durch undichte Türen- und Fensterrahmen ins Haus. Es gibt diverse Möglichkeiten, diese Dichtungen zu verbessern – am besten lässt du dich in einem Baumarkt beraten. Bei den Fenstern könnte sich ein Fliegengitter eignen, die gibt es auch zum selbst montieren.

Zitrusfrüchte

Du kannst entweder ein Zitronensaft-Wasser-Gemisch versprühen oder du reibst Orangen- oder Zitronenschalen an Fenster- und Türrahmen.

Du kannst entweder ein Zitronensaft-Wasser-Gemisch versprühen oder du reibst Orangen- oder Zitronenschalen an Fenster- und Türrahmen.

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Ähnlich wie Minze hassen Spinnen Zitrusfrüchte aller Art. Du kannst entweder Zitronen-Duftkerzen aufstellen (die auch gleich Mücken vertreiben) oder eine Mischung aus Wasser und frischem Zitronensaft in eine Sprühflasche füllen und an den nötigen Stellen versprühen. Auch Orangenschalen an den Fensterrahmen zu reiben kann helfen.

Warum fürchten wir uns vor Spinnen?

Es gibt verschiedene Theorien, warum die Angst vor Spinnen so verbreitet ist.

Es könnte evolutionäre Gründe haben, weil sich unsere Vorfahren mit gefährlichen Spinnen herumschlagen mussten.

Manche Forschende vermuten auch, dass die Angst vor Spinnen mit deren Bewegungsmuster zu tun hat: Sie sind schnell, lautlos und wegen der vielen Beine irgendwie unheimlich. Es ist also die Angst, dass die Spinnen «unbemerkt» an uns hochklettern können.

Die dritte und von Psychologen und Psychologinnen favorisierte Theorie: Unsere Angst vor Spinnen ist einfach nur anerzogen. Kinder lernen durch das Verhalten ihrer Eltern, dass Spinnen eklig sind. Das hält sich bis ins Erwachsenenalter und kann im schlimmsten Fall zu einer Phobie werden.

Mach das Licht aus

Spinnen werden zwar nicht direkt von Licht angezogen, ein Grossteil ihrer Nahrung aber schon. Entsprechend breiten sich die Achtbeiner gerne dort aus, wo Licht ist. Um das zu verhindern, kannst du deine Garten- oder Balkonbeleuchtung ausschalten.

Räum auf

Damit sich Spinnen bei dir gar nicht erst einnisten, lohnt es sich, gut zu putzen. Dunkle, staubige Ecken mögen die Achtbeiner nämlich am liebsten.

Damit sich Spinnen bei dir gar nicht erst einnisten, lohnt es sich, gut zu putzen. Dunkle, staubige Ecken mögen die Achtbeiner nämlich am liebsten.

Unsplash / Josue Michel

Spinnen selbst lieben dunkle, staubige Ecken, um ihre Netze zu spinnen. Sie mögen aber auch all die Insekten, die sich über Essensreste oder Brösmeli hermachen. Wer gründlich putzt und aufräumt, trägt dazu bei, dass sich die Spinnen gar nicht erst richtig wohlfühlen – und auch nicht wirklich verstecken können.

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