23.10.2020 08:32

Wegen CoronavirusSpitäler müssen nicht dringende Operationen wieder verschieben

Um wegen des Coronavirus Platz in den Spitälern zu schaffen, werden nicht dringende Operationen wieder verschoben. Dies entschieden die kantonalen Gesundheitsdirektoren.

von
Lucas Orellano
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Die wissenschaftliche Taskforce des Bundes warnte davor, dass die Schweizer Spitäler wegen des Coronavirus in vier Wochen überlastet sein könnten.

Die wissenschaftliche Taskforce des Bundes warnte davor, dass die Schweizer Spitäler wegen des Coronavirus in vier Wochen überlastet sein könnten.

Keystone
Nun sollen nicht dringende Operationen verschoben werden.

Nun sollen nicht dringende Operationen verschoben werden.

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Der Kanton Genf fällte diesen Entscheid bereits früher in dieser Woche.

Der Kanton Genf fällte diesen Entscheid bereits früher in dieser Woche.

Keystone

Darum gehts

  • Die Covid-Taskforce des Bundes warnte davor, dass die Schweizer Spitäler schon im November überlastet sein könnten.

  • Nun reagiert die Schweizerische Gesundheitsdirektoren-Konferenz.

  • Spitäler müssen ihre nicht dringenden Eingriffe wieder verschieben.

Schon in vier Wochen könnten die Schweizer Spitäler überlastet sein, warnte die Taskforce des Bundes zum Coronavirus den Bundesrat am Mittwoch. Nun reagiert die Schweizerische Gesundheitsdirektoren-Konferenz (GDK) auf die Prognose, wie der «Tages-Anzeiger» berichtet. Und zwar mit einer Massnahme, die bereits im Frühling während der ersten Welle des Coronavirus ergriffen wurde: Spitäler müssen ihre nicht dringenden Eingriffe wieder verschieben. Der Kanton Genf hatte diesen Entscheid bereits vor zwei Tagen getroffen.

An der Medienkonferenz vom Mittwoch hatten GDK-Präsident Lukas Engelberger und Gesundheitsminister Alain Berset erneut vor der weiteren Ausbreitung der Pandemie gewarnt. «Die Lage ist ernst», sagte Berset. «Die Hospitalisierungen steigen weiter an, die Lage wird jeden Tag schlechter.» Weitere Massnahmen will der Bundesrat aber bis am kommenden Mittwoch nicht ergreifen. Es gehe darum, abzuwarten, was die neuen Massnahmen bewirken.

Engelberger betonte, man habe keine Zeit, abzuwarten. Die Entwicklung der Pandemie müsse jetzt gebrochen werden. «Wir müssen die Pandemie verlangsamen und das Wachstum umkehren, damit wir wieder Kontrolle über die Situation erlangen können», sagte Engelberger. Es seien alle aufgerufen, ihren Beitrag zu leisten.

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463 Kommentare
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Zoey

24.10.2020, 23:52

Was Denken Berset, Merkel, Macrom etc.. wie das die nächsten Jahre weiter gehen soll. Es wird mal Zeit einen Plan auszuarbeiten. Die Zahlen werden immer saisonal im Winter höher und im Sommer tiefer sein. Es gibt auch Leute die das Grippevirus in sich tragen, es verbreiten obwohl sie keine Symptome haben. Nur werden diese nicht erfasst und damit Panik geschürt. Einfach mal wieder in die Realität zurück kommen.

Tom

24.10.2020, 23:48

Die Politik hat Versagt Europaweit. Es wird Zeit wieder normal zu werden.

Gohtsno

24.10.2020, 12:47

Und in dieser höchst prekären Lage macht das BAG Wochenende ? Wo bleibt da das Verantwortungsgefühl ?