Nachfrage verdoppelt - Spital engagiert Security wegen «gigantischen» Impf-Ansturms
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Nachfrage verdoppelt Spital engagiert Security wegen «gigantischen» Impf-Ansturms

Der Kanton Schwyz hat schweizweit eine der tiefsten Impfquoten.Wegen der Einführung der Zertifikatspflicht wurde das Impfzentrum des Spitals Schwyz überrannt.

von
Gianni Walther
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Im Impfzentrum des Spitals Schwyz ist es wegen der Zertifikatspflicht zu einem Ansturm auf das Impfzentrum gekommen.

Im Impfzentrum des Spitals Schwyz ist es wegen der Zertifikatspflicht zu einem Ansturm auf das Impfzentrum gekommen.

Georg Sidler
«Wir mussten sogar eine Security aufbieten, da nicht alle Personen sofort geimpft werden konnten und am Abend Personen auf den nächsten Tag vertröstet werden mussten», sagt Sprecherin Nirmala Arthen zum «Bote der Urschweiz».

«Wir mussten sogar eine Security aufbieten, da nicht alle Personen sofort geimpft werden konnten und am Abend Personen auf den nächsten Tag vertröstet werden mussten», sagt Sprecherin Nirmala Arthen zum «Bote der Urschweiz».

spital-schwyz.ch
Seit Montag muss man ein Covid-Zertifikat vorweisen, wenn man beispielsweise in ein Restaurant will.

Seit Montag muss man ein Covid-Zertifikat vorweisen, wenn man beispielsweise in ein Restaurant will.

20min/Celia Nogler

Darum gehts

  • Zahlreiche Personen wollen sich nach der Einführung der Zertifikatspflicht nun impfen lassen.

  • Im Spital Schwyz wollten sich in den letzten Tagen teilweise doppelt so viele Personen spontan impfen lassen als an den Tagen zuvor.

  • Das Spital musste sogar einen Sicherheitsdienst aufbieten, da nicht alle Personen sofort geimpft werden konnten.

  • Auch in Einsiedeln gibt es mehr Personen, die sich impfen lassen: Am Ameos Spital hat sich die Nachfrage mehr als verdoppelt.

Nach der Einführung der Zertifikatspflicht kommt es zu einem Andrang bei Impfzentren. In Zürich oder Bern etwa erwartet man eine steigende Nachfrage nach Impfungen. Gross ist der Andrang auch im Kanton Schwyz. Im Impfzentrum des Spitals Schwyz habe es «einen gigantischen Ansturm» gegeben, sagt Spitalsprecherin Nirmala Arthen zum «Bote der Urschweiz».

«Wir mussten sogar eine Security aufbieten, da nicht alle Personen sofort geimpft werden konnten und am Abend Personen auf den nächsten Tag vertröstet werden mussten.» Am vergangenen Donnerstag und Freitag wollten sich mehr als doppelt so viele Personen spontan impfen lassen als an den Tagen zuvor.

Ähnlich ist es beim Ameos Spital in Einsiedeln: Dort geht man davon aus, dass sich die Impfnachfrage mehr als verdoppelt hat. Täglich wurden dort rund 200 Personen geimpft, inzwischen wird diese Zahl schon während eines Halbtages erreicht. «Wir haben eine zweite Impflinie eingerichtet, sodass wir in kürzerer Zeit mehr Menschen impfen können», sagt Spitalsprecher Andres Nitsch zum «Bote».

Vergleichsweise tiefe Impfquote in Schwyz

«An den Covid-Points in Steinen und Pfäffikon war der Andrang für Impfungen am vergangenen Wochenende erfreulich hoch», teilt der Kanton Schwyz mit. Wegen der hohen Nachfrage werden in den beiden Gemeinden auch an den kommenden beiden Wochenenden Impfungen durchgeführt.

Im Kanton Schwyz ist die Impfquote im schweizweiten Vergleich relativ tief. Gemäss BAG haben 52,37 Prozent der Bevölkerung mindestens eine Impfdosis erhalten, 46,49 Prozent sind doppelt geimpft. Schweizweit sind 52,91 Prozent doppelt geimpft, mindestens eine Impfdosis haben 60,39 Prozent erhalten. Prozentual am meisten geimpft wurde bisher im Kanton Basel-Stadt: Dort sind gemäss BAG 63,64 Prozent mindesten einmal geimpft. 57,03 Prozent haben beide Impfungen erhalten.

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