Britische Ärzteverbände: Spital-Mitarbeitern in England droht Burnout
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Britische ÄrzteverbändeSpital-Mitarbeitern in England droht Burnout

Das Personal in den Spitälern sei müde, frustriert und ausgelaugt, auch weil die Situation schlimmer sei als während der ersten Welle: Britische Ärzteverbände warnen deshalb vor Burnout.

Die Spitäler insbesondere in der Hauptstadt und im Süden des Landes sind von derzeit schwer betroffen. (1. Januar 2021) 

Die Spitäler insbesondere in der Hauptstadt und im Süden des Landes sind von derzeit schwer betroffen. (1. Januar 2021)

AFP

Britische Mediziner-Verbände haben angesichts der extrem angespannten Corona-Situation in Grossbritannien vor einer Überlastung des Krankenhaus-Personals gewarnt. «Wir sind quasi auf Gefechtsstationen», sagte der Vize-Präsident des Royal College of Emergency Medicine dem Sender BBC am Freitag. «Es gibt grosse Sorgen wegen Burnouts.» Zwar sei das Personal auf den Notfall- und Intensivstationen auf harte Zeiten vorbereitet, aber die Ärzte und Pfleger seien müde, frustriert und ausgelaugt, so wie jeder andere auch.

An Neujahr meldeten die Behörden mehr als 53’000 neue Corona-Fälle in Grossbritannien sowie 613 Todesfälle. Insgesamt sind seit Beginn der Pandemie mehr als 82’000 Menschen an oder mit Covid-19 gestorben. Durch eine neue und womöglich sehr ansteckende Virus-Variante, die sich vor allem in London und im Süden Englands derzeit sehr stark ausbreitet, steht Grossbritannien besonders unter Druck.

Hoffnung auf Impfstoff

Notfall-Krankenhäuser werden bereits auf ihren Einsatz vorbereitet, da die Intensivstationen unter anderem in London überlastet sind. Mike Adams vom Royal College of Nursing’s England warnte im Sender «Sky News» jedoch, es gebe nicht ausreichend Personal, um diese Krankenhäuser auch zu betreiben. Mittlerweile werden mehr Patienten in den Krankenhäusern mit Covid-19 behandelt als in der ersten Welle.

Immerhin meldete das britische Gesundheitsministerium zum Jahreswechsel, es seien mittlerweile eine Million Menschen in Grossbritannien gegen Corona geimpft worden. Bis der Anteil der Geimpften der Situation tatsächlich spürbare Erleichterung verschafft, dürften jedoch noch Wochen und Monate vergehen.

Helfen dürfte allerdings ein Versprechen des britischen Pharmakonzerns AstraZeneca, der gemäss der «The Times» ab Mitte Januar jede Woche etwa zwei Millionen Impfdosen ausliefern will. Das Unternehmen selbst hat die Pläne jedoch noch nicht bestätigt.

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(DPA)

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