13.06.2014 09:45

986 unbezahlte ÜberstundenSpitex-Mitarbeiter streiken

Laut der Unia sind bei der Privat-Spitex-Firma Primula AG Tiefstlöhne von 3'500 Franken und überbordende Überstunden an der Tagesordnung. Nun streiken die Mitarbeiter.

von
ame
Die Angestellten einer Privat-Spitex-Firma treten in den Streik.

Die Angestellten einer Privat-Spitex-Firma treten in den Streik.

Die Pflegerinnen der Privat-Spitex-Firma Primula haben ihre Arbeit niedergelegt. Wie die Unia Schaffhausen in einer Mitteilung schreibt, sind bei der Firma absolute Tiefstlöhne von 3'500 Franken brutto und überbordende Überstunden an der Tagesordnung. Deshalb habe man Verhandlungen über einen Gesamtarbeitsvertrag gefordert, um faire Arbeitsbedingungen zu vereinbaren. Die Verhandlungen seien aber gestern von der Primula abgebrochen wurden, nun treten die Angestellten in den Streik.

986 unbezahlte Überstunden

Die Primula aus Küsnacht verrechnet ihren Klienten an der Zürcher Goldküste gemäss der Unia rund 20'000 Franken pro Monat für die Betreuung. Trotzdem kämen die Mitarbeiterinnen trotz regelmässiger Arbeitszeiten von 360 Stunden nur auf 3'500 Franken brutto im Monat - ohne einen in der Branche üblichen 13. Monatslohn und inklusive aller Spesen.

Auf die Arbeitsbedingungen aufmerksam geworden ist die Unia vor gut zwei Monaten durch zwei ehemalige Angestellte der Privat-Spitex-Firma, die sich bei der Gewerkschaft gemeldet hatten. Sie hätten innert kürzester Zeit 436 respektive 986 Überstunden geleistet, diese aber nicht ausbezahlt bekommen. Deshalb hat die Unia Primula-Chef Daniel Hoss letzte Woche zu Verhandlungen aufgefordert, die gestern Abend ohne Einigung abgebrochen wurden.

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