Aktualisiert 10.08.2011 12:07

Ein Bild, eine FrageSpitzensex im Garten

Ein Leser-Reporter hat zwei kopulierende Igel in seinem Garten fotografiert. Das wirft die Frage auf: Wie hält das Männchen die Sticheleien des Weibchens bloss aus?

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Die kopulierenden Igel im Garten des Leser-Reporters. Foto: Remo B.

Die kopulierenden Igel im Garten des Leser-Reporters. Foto: Remo B.

Während einer lauschigen Frühsommernacht entdeckte der 20-Minuten-Leser Remo B. zwei Igel, die sich in seinem Garten verlustierten. Hemmungslos griff er zur Kamera und fotografierte die Tierchen beim Liebesspiel. Zum Foto schrieb er: «Ich fand zwei paarende Igel - das ist ein seltener Anblick. Wir haben uns sehr gefreut, dass sich diese kleinen Wesen auch mal fortpflanzen und nicht immer nur Opfer von unvorsichtigen Autofahrern sind.»

Remo B. fragt sich, ob jetzt überhaupt Paarungszeit ist. Und wir fragen uns, warum die Stacheln des Igelweibchens das Männchen nicht davon abhalten, seiner Liebsten näherzukommen.

Sex oder nicht? Das Weibchen entscheidet

Die Antwort auf beide Fragen hat das Igelzentrum Zürich parat. Laut den Spezialisten beginnt die Paarungszeit Ende April und dauert bis August. Während sich die Igel das restliche Jahr zwar tolerieren, aber nicht beachten, nähern sich die Männchen den Weibchen in den heissen fünf Monaten. Zum Paarungsritual, welches «Igelkarrussell» genannt wird, gehört, dass das Weibchen zunächst den Verehrer anfaucht und gar nach ihm boxt. Zur eigentlichen Paarung schliesslich kann es dann nur kommen, wenn das Weibchen kooperiert und seine Stacheln flach an den Körper legt.

Übrigens: Igelmütter sind immer alleinerziehend.

Haben auch Sie ein Foto-Rätsel, welches Sie nicht lösen können? Dann . Wir versuchen, das Rätsel zu lüften!

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