Hitze und Ferien: Spitzensommer für Berner Gelaterias
Aktualisiert

Hitze und FerienSpitzensommer für Berner Gelaterias

Berner Glacé ist begehrt und ihre Macher kreativ wie nie: Der Lebensmittelinspektor setzt aber Grenzen.

von
Sophie Reinhardt

Tonnenweise Berner Glacen werden in diesen heissen Tagen geschleckt. Das freut Eisproduzenten wie Rolf Streun aus Büren. Er hat diesen Sommer bereits 8 Tonnen Glace verkauft – das ist doppelt so viel wie im Sommer 2012. «Es hat sich herumgesprochen, wie gut meine Glacen sind», so Streun.

Halbe Stunde anstehen für Erfrischung

Dies gilt auch für die Gelateria die Berna: Sie wird an sonnigen Tagen überrannt. Die Schleckmäuler stehen dort jeweils bis zu einer halben Stunde an, um an eine der begehrten Eiscrèmes zu kommen. Im Juli eröffnete Geschäftsführer Michael Amrein im Marzili bereits die zweite Filiale. «Eine weitere Expansion ist nicht geplant, wir wollen nicht zum McDonald's der Glaceszene werden.» Auch die eisigen Delikatessen der Gelateria Luna-llena sind zurzeit heiss begehrt. Kürzlich hat dessen Vanilleglace die «Gourmetknospe» erhalten, einen Preis für Bioprodukte. «Seitdem wollen noch Leute mehr unsere Glace, sogar aus St. Gallen sind deswegen Glace-Gourmets angereist», so Daniel Münger vom Luna Llena.

Kontrolleure gucken hin

Kantonschemiker Otmar Deflorin kontrolliert die vielen Speiseeise regelmässig. Er überprüft auch, was in der Glace steckt. «Etwa Crèmeglace muss einen gewissen Fettgehalt haben. »Die Heu-Glace von Rolf Streun wurde von der Lebensmittelkontrolle bereits gerügt und diesen Sommer durch eine Löwenzahn-Sorte ersetzt – Heu gilt nicht als Lebensmittel

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