Aktualisiert 07.08.2013 20:48

Pro Wehrpflicht

Spitzensportler wollen Initiative der GSoA bodigen

Die Gegner der Wehrpflicht-Initiative der GSoA setzen auf Spitzensportler: Skicross-Olympiasieger Mike Schmid und andere Sport-Soldaten sollen die Kampagne unterstützen.

von
dno
Skicrosser Mike Schmid feiert seine Goldmedaille bei den Olympischen Spielen von Vancouver. Nun soll er sich gegen die GSoA-Initiative engagieren.

Skicrosser Mike Schmid feiert seine Goldmedaille bei den Olympischen Spielen von Vancouver. Nun soll er sich gegen die GSoA-Initiative engagieren.

Der Abstimmungskampf um die Wehrpflicht wird sportlich geführt. Befürworter wie Gegner der Initiative der Gruppe für eine Schweiz ohne Armee (GSoA), die am 22. September an die Urne kommt, führen prominente Sportler ins Feld.

Den missglückten Auftakt machte die GSoA selbst: Ende Juli präsentierten die Armeegegner Kleber mit dem Bild von Roger Federer und dem Abstimmungskampf-Slogan: «Nicht alle haben Zeit, Krieg zu spielen». Dumm nur, dass der von der Armee für untauglich erklärte, Tennis-Gott nicht angefragt wurde. Federers Anwälte haben die GSoA zurückgepfiffen.

Skicrosser Mike Schmid mit von der Partie

Nun wollen auch die Gegner der Initiative auf Spitzensportler setzen, wie die «Neue Luzerner Zeitung» schreibt. Am Freitag wollen die Gegner ihre Kampagne vorstellen. Mit von der Partie soll auch Skicross-Olympiasieger Mike Schmid sein. Der Berner Oberländer ist derzeit Zeitmilitär-Spitzensportler. Gut 150 Sportlerinnen und Sportler profitieren in der Schweiz jährlich von der Spitzensportförderung der Armee. Darunter sind Eishockeyspieler, Langläufer, Rad- und Skifahrer.

Simon Ammann, Dario Cologna, Carlo Janka, Damien Brunner, Marco Wölfli oder Kilian Wenger haben bereits von der Spitzensportförderung profitiert. Wie die «Neue Luzerner Zeitung» schreibt, haben sich etwa ein halbes Dutzend der Spitzensportler für die Kampagne einspannen lassen. Um wen es sich genau handelt, soll am Freitag bekannt werden. Die Kampagne mit den Schweizer Sport-Assen sei schon lange vor der Federer-Aktion der GSoA geplant gewesen.

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