15.01.2019 13:13

IrisinSport-Hormon bremst Symptome von Alzheimer

Sport hält nicht nur den Körper fit, sondern kann auch helfen, Gedächtnisverlust vorzubeugen. Verantwortlich ist das Antifetthormon.

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Von wegen Sport ist Mord: Laut einer Studie von Forschern um Ottavio Arancio von der Columbia University in New York kann regelmässiges Training sogar Alzheimer ausbremsen. Möglich machen das das als Antifetthormon bekannte Irisin und das Protein FNDC5.

Von wegen Sport ist Mord: Laut einer Studie von Forschern um Ottavio Arancio von der Columbia University in New York kann regelmässiges Training sogar Alzheimer ausbremsen. Möglich machen das das als Antifetthormon bekannte Irisin und das Protein FNDC5.

iStock/Fatcamera
In Mäusen wiesen die Wissenschaftler nach, dass die beiden Stoffe nicht nur auf die Muskeln der Sport treibenden Nager wirkten, sondern in deren Gehirnen auch eine Schutzwirkung gegen das Vergessen entfalteten.

In Mäusen wiesen die Wissenschaftler nach, dass die beiden Stoffe nicht nur auf die Muskeln der Sport treibenden Nager wirkten, sondern in deren Gehirnen auch eine Schutzwirkung gegen das Vergessen entfalteten.

iStock/Gorodenkoff
Dass Sport nicht nur dem Körper etwas bringt, sondern auch dem Gehirn, zeigte auch schon eine Untersuchung von schwedischen Forschern. Diese beschränkte sich aber auf Frauen.

Dass Sport nicht nur dem Körper etwas bringt, sondern auch dem Gehirn, zeigte auch schon eine Untersuchung von schwedischen Forschern. Diese beschränkte sich aber auf Frauen.

iStock/lzf

Wer das Risiko, an Alzheimer zu erkranken, verringern möchte, sollte besser mehr Sport treiben. Darauf lässt eine Studie von Forschern der Columbia University schliessen. Demnach wird während des Trainings ein Hormon ausgeschüttet, das neurodegenerative Prozesse im Gehirn bremst – zumindest bei Mäusen.

Wie das Team um Ottavio Arancio im Fachjournal «Nature Medicine» berichtet, wirkten das gemeinhin als Antifetthormon bezeichnete Irsin und das damit zusammenhängende Protein FNDC5 nicht nur auf die Muskeln der Sport treibenden Nager, sondern entfaltete in deren Gehirnen auch eine Schutzwirkung gegen das Vergessen. So wurde die Menge an A-Beta-Proteinen reduziert, die mit Alzheimer in Zusammenhang stehen.

Hoffnung auf bessere Alzheimer-Therapie

Weiter konnten die Forscher zeigen, dass das Ausschalten des Gens für Irisin beziehungsweise FNDC5 zu Lern- und Gedächtnisstörungen führt. War der Irisin-Signalweg gehemmt, gingen die positiven Effekte des Trainings auf das Gehirn verloren.

Ob Irsin und FNDC5 beim Menschen dieselbe Wirkung hervorrufen, sollen weitere Studien zeigen. Arancio und seine Kollegen hoffen, mit dem Hormon die Therapie von Alzheimer-Patienten verbessern zu können.

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