Sport kompaktDallas erzwingt in Stanley-Cup-Entscheidung Spiel sechs

Seferovic markiert sein erstes Saisontor für Benfica +++ Inter dreht verrücktes Spiel +++ Chelsea rettet sich zu Remis +++ Alex Freis Wil besiegt auch den FC Thun +++ Reusser in Top Ten — Van der Breggen holt erneut WM-Gold +++ Hamilton holt sich die Pole +++

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Stanley-Cup-Entscheidung vertagt

Die Dallas Stars haben ihre Chancen auf den Stanley Cup gewahrt und in der Final-Serie der NHL gegen die Tampa Bay Lightning auf 2:3 verkürzt. Nach Verlängerung gewann das Team aus Texas am Samstagabend 3:2 gegen die Lightning. Beide Mannschaften hoffen auf die zweite Meisterschaft ihrer Geschichte.

Dallas ging in der spannenden Begegnung durch Corey Perry im ersten Drittel in Führung, geriet aber durch Ondrej Palat und Michail Sergachew in Rückstand. Weniger als drei Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit gelang Joe Pavelski der Ausgleich zum 2:2, in der Verlängerung sorgte erneut Perry 10:37 Minuten vor dem Ende der zweiten Verlängerung mit dem 3:2 dann für den grossen Jubel. Auf Applaus der Fans mussten die Stars verzichten, wegen der Corona-Krise werden alle Begegnungen ohne Zuschauer im kanadischen Edmonton ausgetragen. Spiel sechs ist in der Nacht zu Dienstag (2.00 MESZ).

«Wir machen einfach weiter. Das bringt uns einen Schritt dichter, aber wir haben noch immer einen Weg vor uns», sagte Pavelski dem TV-Sender NBC. «Wir sind noch nicht bereit, nach Hause zu fahren.»

Fussball: Seferovic jubelt über sein erstes Saisontor

Benfica Lissabon hat in der portugiesischen Liga den zweiten Sieg im zweiten Spiel eingefahren. Gegen Moreirense siegte der Vizemeister der vergangenen Saison 2:0. Ruben Dias erzielte den ersten Treffer, für den Schlussstand sorgte der Schweizer Nationalspieler Haris Seferovic in der 80. Minute. Erst eine Viertelstunde zuvor war der Surseer eingewechselt worden, das erste Saisonspiel hatte er noch ganz auf der Ersatzbank verpasst. Für seine Einsatzchance bedankte sich der 28-Jährige nun bei Trainer Jorge Jesus gleich mit seinem ersten Saisontor. (lai)

Fussball: Inter dreht verrücktes Spiel

Etwas verspätet ist Inter Mailand in die italienische Meisterschaft gestartet. Und wie. Die Nerazzurri schlagen die AC Fiorentina in einem aufregenden Spiel 4:3. Dabei begann alles überhaupt nicht so, wie es sich der Europa-League-Finalist vorgestellt hatte. Christian Kouamé traf bereits nach drei Minuten zur Führung für die Gäste. Lautaro Martinez, Argentinier mit vielen Angeboten aus ganz Europa, erzielte den Ausgleich kurz vor dem Pausenpfiff. Es kam noch besser, als Federico Ceccherini mit einem Eigentor für die Inter-Führung sorgte. Die Gäste aus Florenz schlugen zurück und drehten das Spiel durch Tore von Gaetano Castrovilli und Federico Chiesa zu ihren Gunsten. Das Finish aber toppte alles noch einmal, erst traf Romelu Lukaku in Minute 87 zum Ausgleich und am Ende war es Verteidiger Danilo d'Ambrosio, der die drei Punkte für den Zweiten der Vorsaison sicherte.

Champions-League-Viertelfinalist Atalanta Bergamo ist erfolgreich in die neue Serie-A-Saison gestartet. Das Team des Schweizer Nationalspielers Remo Freuler siegte zum Auftakt 4:2 gegen Torino. Kurz vor Spielschluss wurde er noch mit Gelb wegen harten Einsteigens verwarnt, auf der Gegenseite bei Torino fehlte Neuzugang Ricardo Rodriguez noch immer verletzt. (mro/lai)

Fussball: Ramos rettet den Sieg für Real

Er ist Verteidiger und trifft doch mehr als viele Stürmer. Auch am Samstagabend war Sergio Ramos wieder einmal erfolgreich. Im Spiel gegen Betis Sevilla erzielte er das Siegtor gute zehn Minuten vor Schluss. Der 34-Jährige versenkte einen Penalty per Chip in die Mitte. So locker er das machte, so hart hatte sein Team aber zu kämpfen. Real ging zwar nach 14 Minuten durch Valverde in Führung, das Heimteam drehte das Spiel aber noch in der ersten Halbzeit durch zwei Tore in zwei Minuten. Schliesslich brachte Betis-Verteidiger Emerson den Favorit durch ein Eigentor zurück ins Spiel, später holte er auch noch eine Rote Karte, worauf Betis die letzten 25 Minuten in Unterzahl spielen musste. (mro)

Fussball: Chelsea rettet sich zu Remis, ManUnited siegt in letzter Sekunde

Ein spätes Tor hat den FC Chelsea in der Premier League vor einer Niederlage bewahrt. Beim Aufsteiger West Bromwich Albion kamen die «Blues» am Samstag dank einer Leistungssteigerung und eines Treffers von Tammy Abraham (90.+3) noch zu einem 3:3 (0:3). Chelsea übernahm nach dem frühen Rückstand durch Callum Robinson (4. Minute) zwar schnell die Kontrolle, konnten aber beste Chancen unter anderem durch Timo Werner mit einem Lattenschuss (15.) nicht nutzen. Die Gastgeber waren dagegen eiskalt. Einen Fehler von Thiago Silva verwandelte erneut Robinson zum 2:0 (25.). Drei Minuten später erhöhte Kyle Bartley. Mason Mount (55.) und Callum Hudson-Odoi (70.) nach Havertz-Pass sorgten in der zweiten Hälfte für den Anschluss. Abraham staubte in der Nachspielzeit zum Ausgleich ab.

Rekordmeister Manchester United hat nach einer turbulenten Schlussphase im zweiten Meisterschaftsspiel den ersten Sieg erkämpft. Die «Red Devils» kamen dank eines verwandelten Handspenaltys nach Intervention vom Video-Assistenten durch Bruno Fernandes in der zehnten Minute der Nachspielzeit zu einem glücklichen 3:2-Erfolg. Die Gastgeber waren erst kurz zuvor durch Solly March noch zum umjubelten 2:2-Ausgleich gekommen (90.+5).

Einen perfekten Start legte der FC Everton mit Trainer Carlo Ancelotti hin. Bei Crystal Palace gewann das Team 2:1und steht nach dem dritten Erfolg im dritten Match vorläufig an der Spitze.(dpa)

Fussball: Alex Freis Wil besiegt auch den FC Thun

Nach dem Auftaktsieg gegen Aarau hat der FC Wil auch das zweite Challenge-League-Spiel unter dem neuen Trainer Alex Frei gewonnen. Gegen Absteiger Thun gewannen die Ostschweizer souverän 3:1. Thun wartet damit weiter auf den ersten Sieg, vor einer Woche hatte das Team nur 2:2 gegen Stade Lausanne gespielt. Im zweiten Spiel des Abends besiegte eben dieses Stade Lausanne den SC Kriens 2:1. (lai)

Rad: Van der Breggen holt auch im Strassenrennen Gold – Reusser in den Top Ten

Zeitfahr-Weltmeisterin Anna van der Breggen hat bei der Rad-WM im italienischen Imola auch das Strassenrennen der Frauen gewonnen. Die 30-jährige Niederländerin fuhr nach einer beherzten Solo-Attacke 40 Kilometer vor dem Ziel am Ende in 4:09:57 Stunden über die Ziellinie und liess damit ihre Konkurrentinnen Annemiek van Vleuten (Niederlande) und Elisa Longo Borghini (Italien) deutlich hinter sich. Auf dem 143 Kilometer langen Kurs hatten die Frauen 2800 Höhenmeter zu bewältigen. Von den Schweizerinnen war erneut Marlen Reusser, die beim Zeitfahren die WM-Silbermedaille geholt hatte, die Schnellste. Die Bernerin fuhr in Imola auf den zehnten Rang. Am Sonntag folgt zum Abschluss der WM das Strassenrennen der Männer. (dpa/lai)

Marlen Reusser zeigt auch im Strassenrennen eine starke Leistung. (Foto: Keystone)

Unihockey: Schweizer Halbfinal-Gegner für Champions-Cup bekannt

Am Samstagabend fand die Auslosung des Champions Cups 2021 in der Spielstätte des HC Rychenberg Winterthur statt. Am gleichen Ort werden am 9./10. Januar 2021 die besten Frauen- und Männer-Teams der vier Top-Nationen Schweden, Finnland, Schweiz und Tschechien gegeneinander spielen. Der Schweizer Qualifikationssieger der letzten Saison SV Wiler-Ersigen trifft im Halbfinal auf IBF Falun aus Schweden. Bei den Frauen vertritt Piranha Chur wie 2018 die Schweiz. Der Gegner im Halbfinal heisst 1. SC TEMPISH Vítkovice aus Tschechien.

Die Teams aus den Weltmeister- und Vizeweltmeister-Nationen waren als Nummer eins und zwei gesetzt. Bei den Frauen konnten deshalb Pixbo Wallenstam (Schweden) sowie Piranha Chur (Schweiz), und bei den Männern SC Classic (Finnland) und IBF Falun (Schweden) nicht schon im Halbfinal aufeinandertreffen. Die Halbfinals werden am Samstag 9. Januar ausgetragen, am Sonntag 10. Januar finden der Final und das Spiel um Platz 3 statt. Anfangs November wird entschieden, ob der Champions Cup aufgrund der Covid-19-Situation durchgeführt werden kann. (erh)

Formel 1: Hamilton holt sich in Russland die Pole — Alfa enttäuscht

WM-Spitzenreiter Lewis Hamilton ist zur Pole-Position für das Formel-1-Rennen in Russland gerast. Der Mercedes-Pilot war am Samstag in Sotschi 0,563 Sekunden schneller als der Niederländer Max Verstappen im Red Bull. Der Finne Valtteri Bottas musste sich auf dem Olympia-Gelände von 2014 im zweiten Silberpfeil mit Platz drei begnügen. Sebastian Vettel war nach einem Unfall mit seinem Ferrari vorzeitig ausgeschieden, Kollege Charles Leclerc kam nicht über Platz 11 hinaus. Die beiden Sauber-Fahrer zogen einen ganz schwachen Nachmittag ein und schieden beide im Q1 aus. Antonio Giovinazzi fuhr auf den 17. Rang, Kimi Räikkönen muss das Rennen am Sonntag (13.10 Uhr hier live im Ticker) vom letzten Startplatz in Angriff nehmen. Hamilton kann mit einem Erfolg Michael Schumachers Rekord von 91 Grand-Prix-Siegen einstellen. (dpa/lai)

Motorrad: Tom Lüthi im Qualifying auf dem 11. Rang

Dem Emmentaler Tom Lüthi ist auch nach dem Bekanntwerden seines Moto2-Teamwechsels zum spanischen SAG-Team ab 2021 zu keinem starken Ergebnis gekommen. Im Qualifying für den GP Katalonien fuhr Lüthi auf seiner Kalex auf den elften Rang. Der Italiener Luca Marini holte sich die Pole vor dem Spanier Jorge Navarro und dem Briten Sam Lowes. Der zweite Schweizer Fahrer in der Moto2, Jesko Raffin, fehlte noch immer rekonvaleszent. (lai)

Tennis: Hüslers Höhenflug geht weiter

Der Zürcher Marc-Andrea Hüsler feierte im rumänischen Sibiu seinen zweiten Challenger-Titel: Der 24-Jährige schlug im Final den Argentinier Tomas Martin Etcheverry (ATP 288) 7:5, 6:0. Für Hüsler ist der September ein goldener Monat: Am ATP-Turnier in Kitzbühel spielte er sich als Qualifikant bis in den Halbfinal und schlug vier Top-100-Spieler, darunter Fabio Fognini, nun bestätigte er seinen Exploit in Rumänien. Damit macht er im Ranking weitere 42 Plätze gut, stösst er vor auf Rang 179. Vor wenigen Wochen hatte der Schweizer Davis-Cup-Spieler noch jenseits der Top 300 figuriert. Sein rapider Aufstieg ermöglicht ihm, Anfang 2021 am Qualifikationsturnier des Australian Open teilzunehmen. (sg.)

Tennis: Tsitsipas und Rubljow im Final in Hamburg

Stefanos Tsitsipas und Andrej Rubljow bestreiten den Final bei den Hamburg European Open. Der an Nummer zwei gesetzte Grieche Tsitsipas gewann am Samstag im Halbfinal gegen den Chilenen Cristian Garin nach hartem Kampf 7:5, 3:6, 6:4. Dem 22-Jährigen gelang damit bei seiner Hamburg-Premiere gleich der Endspiel-Einzug. Dort trifft der Sechste der Weltrangliste am Sonntag auf den Vorjahresfinalisten Rubljow. Der 22-Jährige setzte sich in der Vorschlussrunde des mit 1,2 Millionen Euro dotierten Sandplatz-Events gegen den Norweger Casper Ruud mit 6:4, 6:2 durch. Im vergangenen Jahr hatte der Russe das Finale gegen den Georgier Nikolos Bassilaschwili verloren. (dpa)

MotoGP: Rossi steigt 2021 in seine 26. Saison

Der Doktor wird auch noch mit 42 Jahren Motorradrennen in der Königsklasse Moto GP bestreiten. So verkündet Yamaha Petronas die Vertragsunterschrift von Valentino Rossi für die kommende Saison. Im Gegenzug verlässt das Yahama-Kundenteam Fabia Quartararo, der zum Werksteam wechselt.

Rossi wird bei Yamaha Petronas Teamkollege seines Landsmanns und Freundes Franco Morbidelli, der in der aktuellen Saison seinen ersten Sieg in der MotoGP errungen hatte. Der neunfache Weltmeister unterschreibt für ein Jahr, eine Option für 2022 gibt es nicht. (erh)

Moto2: Lüthi findet neues Team

Erst am Freitag war bekannt geworden, dass der Schweizer Tom Lüthi und sein Moto2-Team IntactGP nach zwei Jahren der gemeinsamen Zusammenarbeit getrennte Wege gehen. Ausschlaggebend dafür soll vor allem der zuletzt fehlende Erfolg des Emmentalers gewesen sein.

Nur einen Tag nach der Trennung kann sich Lüthi aber bereits über einen neuen Arbeitgeber freuen. Ab der kommenden Saison wird der 34-Jährige für das spanische SAG-Team auf Punktejagd gehen. Dort unterschreibt er für die kommenden zwei Jahre und ersetzt den Australier Remy Gardner, den es zu KTM zieht.

Über seinen Wechsel sagt Lüthi: «Ich freue mich sehr über die Unterzeichnung des Vertrags mit dem Stop and Go Racing Team – herzlichen Dank an alle Beteiligten, die das möglich machen.» Das Team um den Besitzer Eduardo Perales sei klein und sehr familiär, was ihm ein gutes Gefühl gebe und eine gute Basis ist für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit sei. «Die Technik – ich werde auch mit dem SAG Team auf einer Kalex unterwegs sein – bleibt relativ unverändert, was ebenfalls ein sehr positiver Faktor ist. Bei aller Freude, gut aufgestellt ins nächste Jahr starten zu können, möchte ich mich nun aber wieder auf meinen Job konzentrieren.» (erh)

Rad: Abgesagte Rad-WM in der Schweiz frühestens 2028

Nach der coronabedingten Absage der Strassenrad-WM in Aigle und Martigny müssen die beiden Schweizer Gemeinden lange warten, bevor sie als Ausrichter überhaupt wieder in Frage kommen. Dies sagte Präsident David Lappartient am Samstagmorgen auf einer Pressekonferenz des Weltverbandes UCI in Imola. «Die nächste Möglichkeit ist 2028. Sie wollen den Event organisieren, und wir hatten bereits eine Diskussion. Es liegt an ihnen, ob sie ein Kandidat sein wollen», sagte der Franzose.

Für die kommenden Jahren sind die Titelkämpfe bereits nach Belgien (2021), Australien (2022) und Schottland (2023) vergeben. 2024 kommt die Schweiz zwar sogar zum Zug, allerdings mit dem Austragungsort Zürich. Im Jahr 2025 soll die Weltmeisterschaft erstmals in Afrika stattfinden, wie in dieser Woche bekannt wurde. Die Veranstaltung in Aigle und Martigny musste wegen der nationalen Corona-Bestimmungen abgesagt werden; Imola in Italien sprang kurzfristig ein. (dpa)

Eishockey: Tampa Bay fehlt noch ein Schritt zum NHL-Titel

Den Tampa Bay Lightning fehlt nach dem dritten Sieg nacheinander nur noch ein weiterer Erfolg, um den Final der NHL für sich zu entscheiden. Das Team aus Florida gewann am Freitag mit 5:4 (1:2, 2:1, 1:1, 1:0) nach Verlängerung und führt in der Best-of-Seven-Serie mit 3:1 gegen die Dallas Stars.

Bei den Lightning fehlte Steven Stamkos, der im vierten Spiel gerade erst sein Comeback gegeben und direkt getroffen hatte. Seine Teamkollegen sprangen aber in die Bresche und glichen einen frühen 0:2-Rückstand aus. Im Schlussdrittel drehte Tampa Bay das Spiel und ging mit 4:3 in Führung. Dallas meldete sich jedoch dank eines Treffers von Joe Pavelski noch einmal zurück, doch dann entschied Kevin Shattenkirk in der siebten Minute der Overtime die Partie.

Die Entscheidung könnte in der Nacht auf Sonntag fallen, wenn sich die beiden Mannschaften zum fünften Mal am neutralen Spielort im kanadischen Edmonton gegenüberstehen. Für Tampa Bay wäre es der erste Stanley-Cup-Erfolg seit 2004 und Siegtorschütze Shattenkirk sagt: «Ich freue mich auf das Spiel. Der Kreis könnte sich schliessen. Wir sind immer noch nicht fertig, wir haben einen Job zu erledigen.» (dpa)

Basketball: Celtics können vorzeitiges Halbfinal-Aus abwenden

Die Boston Celtics haben ein sechstes Spiel im Playoff-Halbfinal der NBA erzwungen. Dank des 121:108-Erfolgs am Freitag gegen die Miami Heat verkürzt der Rekordmeister in der Best-of-Seven-Serie auf 2:3.

In der Anfangsphase der Partie machte Miami noch den besseren Eindruck, doch die zweite Halbzeit entschied Boston mit 70:50 deutlich für sich. Besonders im dritten Viertel dominierten die Celtics (41:25). Das fand auch Trainer Brad Stevens: «Wir wollten aus der Kabine kommen, spielen und unser Bestes geben. Ich denke, das ist uns in der zweiten Halbzeit gelungen, aber wir dürfen jetzt nicht nachlassen.»

Denn Boston steht immer noch mit dem Rücken zur Wand. Sollten sich die Heat in der Nacht auf Montag durchsetzen, wäre das Aus der Celtics besiegelt. (dpa)

Fussball: Xamax und Aarau verlieren erneut

Super-League-Absteiger Neuchâtel Xamax hat auch das zweite Meisterschaftsspiel in der Challenge League verloren. Gegen den FC Schaffhausen setzte es eine 0:3-Niederlage ab. Rodrigo Pollero traf für die Schaffhauser doppelt, Uran Bislimi war in der Nachspielzeit erfolgreich. Bereits zum Saisonstart hatte das Team von Stéphane Henchoz 1:3 gegen Kriens verloren. Auch der FC Aarau musste die zweite Niederlage einstecken, gegen Winterthur ging das Team gleich 2:5 unter. (lai)

Fussball: Supercup-Organisation lief «reibungslos»

Nach dem umstrittenen Pilotprojekt beim Supercup-Sieg des FC Bayern München gegen den FC Sevilla will die UEFA vermutlich noch in der kommenden Woche einen Entscheid über künftige Fan-Regularien treffen. Rund um die Auslosung zur Champions League am Donnerstag in Nyon könnte demnach entschieden werden, ob auch in der Fussball-Königsklasse und in den anstehenden Länderspielen im Oktober wieder Zuschauer Zutritt zu den Stadien bekommen, hiess es am Freitag aus Verbandskreisen. Eine Festlegung müsste das Exekutivkomitee in einer Video-Konferenz treffen. «Die Organisation lief reibungslos», teilte die Uefa nach dem Supercup mit. (dpa)

Leichtathletik: Jason Joseph läuft in der Diamond League auf den zweiten Rang

Erfolgserlebnis für den Sprinter Jason Joseph: Der Schweizer lief beim letzten Diamond-League-Meeting der Saison in Doha über 110-Meter-Hürden auf den zweiten Platz. In 13.40 s verpasste er seinen eigenen Schweizer Rekord (13,34 s). Dies lag in Katar vor allem am verbesserungswürdigen Start des Baslers, «katastrophal», sagte er selbst dazu. Der Amerikaner Aaron Mallet hat das Rennen souverän in 13.15 s mit persönlicher Bestleistung für sich entschieden.

Jason Joseph verpasste seinen eigenen Schweizer Rekord. (Foto: Keystone)

Der schwedische Stabhochspringer Armand Duplantis hat sich mit einer Siegeshöhe von 5,82 Metern begnügen müssen. Der 20-jährige WM-Zweite und Europameister hatte vor gut einer Woche in Rom 6,15 Meter überquert und war einen Zentimeter höher gesprungen als der Ukrainer Sergej Bubka am 31. Juli 1994 in Sestriere. In der Halle hatte er am 15. Februar sogar 6,18 Meter gemeistert. Diese Höhe wird vom Weltverband World Athletics als Weltrekord geführt. In der WM-Stadt von 2019 gab es am Freitag insgesamt wenige überragende Leistungen. (dpa/lai)