Hintern hoch!: Sport macht wieder gut, was Alkohol ruiniert hat
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Hintern hoch!Sport macht wieder gut, was Alkohol ruiniert hat

Wer regelmässig Alkohol trinkt, tut seiner Gesundheit nichts Gutes. Sport könnte den Schaden jedoch wieder beheben.

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Ein Schlückchen in Ehren kann niemand verwehren. So heisst es. Und so wird es oft gehandhabt. Doch Alkoholkonsum - auch mässiger - hat schlimme Folgen für die Gesundheit.

Ein Schlückchen in Ehren kann niemand verwehren. So heisst es. Und so wird es oft gehandhabt. Doch Alkoholkonsum - auch mässiger - hat schlimme Folgen für die Gesundheit.

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Laut einer Studie von neuseeländischen Forschern ist er direkter Auslöser von sieben Arten Krebs. Sie wiesen einen Zusammenhang zwischen Alkoholkonsum und gesteigertem Risiko für Mundhöhlen-, Kehlkopf-, Speiseröhren-, Leber-, Dickdarm-, Enddarm- und Brustkrebs nach.

Laut einer Studie von neuseeländischen Forschern ist er direkter Auslöser von sieben Arten Krebs. Sie wiesen einen Zusammenhang zwischen Alkoholkonsum und gesteigertem Risiko für Mundhöhlen-, Kehlkopf-, Speiseröhren-, Leber-, Dickdarm-, Enddarm- und Brustkrebs nach.

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Doch dem kann man entgegenwirken, wie nun ein internationales Forscherteam im «British Journal of Sports Medicine» berichtet. Und zwar mit Sport.

Doch dem kann man entgegenwirken, wie nun ein internationales Forscherteam im «British Journal of Sports Medicine» berichtet. Und zwar mit Sport.

Colourbox.com

Mit Alkohol sollte man vorsichtig sein, denn nicht nur, wer einen über den Durst getrunken hat, leidet. Über kurz oder lang wird auch die Gesundheit in Mitleidenschaft gezogen: Laut Forschern der University of Otago in Neuseeland führt Alkoholkonsum zu mindestens sieben verschiedenen Arten Krebs (siehe Box).

Doch man kann dieser Entwicklung entgegenwirken: Dies nicht nur, indem man fortan konsequent auf Alkohol verzichtet, sondern auch durch Sport.

Schon 150 Minuten mässige Bewegung pro Woche, wie von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) geraten, reduziert das Risiko für alkoholbedingte Krebserkrankungen und andere durch Alkohol ausgelöste Krankheiten, wie es im «British Journal of Sports Medicine» heisst.

Sport reduziert Risiken

Für die Studie hat das internationale Forscherteam um Emmanuel Stamatakis von der University of Sydney die Gesundheitsdaten von 36'370 Männern und Frauen in Grossbritannien ausgewertet. Diese waren im Rahmen von verschiedenen nationalen Erhebungen gesammelt worden und geben Aufschluss über die Veränderungen in Bezug auf Gesundheit und Lebensweise der Briten.

Erneut stiessen die Forscher auf einen Zusammenhang «zwischen Alkoholkonsum innerhalb der empfohlenen Grenzwerte und dem Risiko, an Krebs zu sterben», wie die Hochschule mitteilt.

Die Studie zeigte aber auch, dass man dem etwas entgegensetzen kann: Wer Alkohol trinkt und sich zudem wöchentlich rund 150 Minuten bewegt, kann das Risiko, durch Alkohol an Krebs oder anderen Krankheiten zu sterben, teilweise ausgleichen. «Das heisst nicht, dass regelmässiges Training ein Freifahrtschein für Alkoholkonsum darstellt», so Stamatakis. Aber es zeige, wie wichtig körperliche Aktivität sei.

Alkohol begünstigt Krebs

Alkohol ist der direkte Auslöser von sieben Arten von Krebs sein. Das berichteten Mitte 2016 Forscher der neuseeländischen Otago University im Fachjournal «Addiction». Gemäss ihrer Studie erhöht Alkoholkonsum - auch gemässigter - das Risiko, an Mundhöhlen-, Kehlkopf-, Speiseröhren-, Leber-, Dickdarm-, Enddarm- und Brustkrebs zu erkranken, deutlich.

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