Aktualisiert

Lukratives StreamingSpotify bringt vielen Musikern mehr als iTunes

Hat sich Taylor Swift ins eigene Knie geschossen? Die Sängerin zog sich von Spotify zurück. Laut Branchenkennern ist das Streaming einträglicher als etwa iTunes.

von
Laura Frommberg
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Country-Sternchen Taylor Swift zog sich von Spotify zurück, weil der Streaming-Dienst nicht lukrativ genug war. Ein Fehler, findet der Musik-Dienstleister Kobalt. Seine Kunden verdienen inzwischen Mit Streaming mehr als mit iTunes-Donwloads. Kobalt vertritt unter anderem...

Country-Sternchen Taylor Swift zog sich von Spotify zurück, weil der Streaming-Dienst nicht lukrativ genug war. Ein Fehler, findet der Musik-Dienstleister Kobalt. Seine Kunden verdienen inzwischen Mit Streaming mehr als mit iTunes-Donwloads. Kobalt vertritt unter anderem...

Keystone/AP/Greg Allen
Maroon 5, die Band von Adam Levine.

Maroon 5, die Band von Adam Levine.

Keystone/AP/Charles Sykes
Auch die britische Sängerin Ellie Goulding verdient mit Spotify mehr als mit iTunes.

Auch die britische Sängerin Ellie Goulding verdient mit Spotify mehr als mit iTunes.

Keystone/AP/Joel Ryan

Wer ist abängig von wem? Diese Frage stellen sich viele Branchen-Beobachter seit Taylor Swifts Spotify-Rückzug. Auf ihren Wunsch hin hatte Spotify sämtliche ihrer Alben am Montag aus dem Musikstreaming-Dienst genommen. Spotify bettelte Taylor Swift an, sie solle sich die Entscheidung noch einmal überlegen. Immerhin war ihr Lied «Shake it off» aus dem Album «1989» in der vergangenen Woche das meistgespielte Lied des Online-Dienstes.

Vor Swifts Entscheidung hatten schon andere Künstler wie Radiohead-Sänger Thom Yorke, Herbert Grönemeyer und Co. darüber geklagt, dass der Aufstieg von Streaming-Diensten ihnen grosse Einbussen beschere. Doch sind diese Klagen überhaupt berechtigt? Neue Zahlen zeigen, dass die Verdienste mit Spotify gar nicht so gering sind, wie viele Berichte suggerieren.

«Wichtiger Meilenstein»

Das Unternehmen Kobalt vertritt eine ganze Reihe namhafter Künstler wie Paul Mc Cartney, Maroon 5 und Bob Dylan. Es hilft ihnen, die Verdienste aus den verschiedenen Verkaufskanälen einzusammeln. Und Konzernchef Willart Ahdritz hat eine markante Veränderung festgestellt: Spotify hat bei den Einnahmen in Europa in diesem Jahr erstmals Apples Verkaufskanal iTunes überholt. Das heisst: Sänger verdienen mehr mit dem Dienst als mit dem Downloadangebot. 13 Prozent mehr, um genau zu sein. «Das ist ein sehr wichtiger Meilenstein fürs Streaming», so Ahdritz. Doch auch in den USA zeichne sich der Trend ab. Maroon 5 oder Bob Dylan etwa würden bereits jetzt eher vom Streaming profitieren.

Die Einnahmen durch Streaming haben sich bei Kobalt in den vergangenen zwei Jahren verdreifacht. Inzwischen machen sie 10 Prozent der Gesamteinnahmen aus, nach 3 Prozent im Jahr 2012. Die Zahlen dürften weiter steigen. Denn auch grosse Unternehmen wie Apple und Warner Music arbeiten an Streaming-Angeboten.

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