Aktualisiert 10.07.2015 11:49

Alle gegen Apple

Spotify ruft Nutzer zum App-Store-Boykott auf

Spotify zeigt, wie man ohne App Store Geld spart. Facebook soll einen eigenen Musik-Streaming-Dienst planen, und Tidal hat jetzt auch ein Familien-Abo.

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pst
Spotify weist darauf hin, wie man mit dem Abo Geld sparen kann, wenn man es nicht über Apples App Store bezieht. AFP PHOTO/JONATHAN NACKSTRAND

Spotify weist darauf hin, wie man mit dem Abo Geld sparen kann, wenn man es nicht über Apples App Store bezieht. AFP PHOTO/JONATHAN NACKSTRAND

Alle gegen Apples Musik-Angebote: Während Spotify, die derzeitige Nummer 1 unter den Musik-Streaming-Anbietern, seine Kunden davon abhalten will, Abos über den App Store von Apple zu beziehen, erweitert Tidal sein Abo-Angebot und Facebook will wohl auch ins Streaming-Business einsteigen.

Es scheint, als ob die Lancierung von Apple Music am 30. Juni tatsächlich hohe Wellen schlägt und die Konkurrenz dazu veranlasst, die eigenen Kunden von einem Wechsel zu Apples Streaming-Dienst abzuhalten. Oder es zumindest zu versuchen.

App Store umgehen und Geld sparen

Spotify, derzeit mit mehr als 20 Millionen zahlenden Abonnenten (noch) grösster Musik-Anbieter im Streaming-Bereich, versucht seine Premium-Nutzer zu halten. Dies, indem das Unternehmen darauf hinweist, wie man mit dem Abo Geld sparen kann, wenn man es nicht über den App Store bezieht, wie Businessinsider.com meldet.

Da der iTunes App Store nämlich eine Gebühr von 30 Prozent auf App-Käufe erhebt, fahren Spotify-Kunden mit iPhones günstiger, wenn sie sich direkt über die Spotify-Website anmelden. Der schwedische Streaming-Anbieter hat neben dem Hinweis einen 12-Stufen-Plan veröffentlicht, der unter anderem aufzeigt, wie die Auto-Aboverlängerung bei iTunes deaktiviert werden kann.

Tidal mit Familien-Abo

Der im März neu gestartete, auf hohe Klangqualität setzende Streaming-Dienst Tidal hat anscheinend auch Respekt vor dem Angebot von Apple Musik. Um möglichst konkurrenzfähig zu bleiben, bietet Tidal neu auch ein Familienabo an, wie Theverge.com schreibt.

Allerdings muss bei Tidals Familien-Abo trotzdem für jeden Nutzer einzeln bezahlt werden: Während der Haupt-User nach wie vor den vollen Einzel-Abopreis bezahlt, muss jede ins Abo aufgenommene Person nur noch die Hälfte berappen. Das bedeutet allerdings für eine vierköpfige Familie mit einem Basis-Familienabo von Tidal, dass monatliche Kosten von über 30 Franken anfallen (das Basis-Abo für eine Person kostet 12.95 Franken). Tidals Premium-Abo kostet doppelt so viel.

Wird auch Facebook zum Musikvertrieb?

Anscheinend will auch Mark Zuckerberg künftig die Welt beschallen. Anonymen Quellen zufolge hegt man bei Facebook Pläne, ebenfalls ins Musik-Streaming-Geschäft einzusteigen. Zunächst will das soziale Netzwerk aber erst einmal Musikvideos auf dem Portal einbinden.

Der Startschuss hierfür soll innerhalb der nächsten Monate fallen. Insider gehen davon aus, dass die Implementierung von Musikvideos nicht nur eine direkte Kampfansage an Youtube ist, sondern dem Unternehmen auch als Test für einen möglichen Eintritt ins Musik-Streaming-Geschäft dient.

Update 10. Juli: Nach den Gerüchten, dass auch das soziale Netzwerk Facebook ins Musik-Business einsteigen will, hat der Konzern dies am Freitag dementiert. «Wir haben keine Pläne ins Musikstreaming-Geschäft einzusteigen», sagt ein Sprecher des Unternehmens gegenüber 20 Minuten.

So importieren Sie Spotify-Playlists in Apple Music:

Mit dem S.t.A.M.P.-Tool («Spotify to Apple Music Playlist») für Mac-Computer kann man relativ einfach seine Spotify-Playlists in Apple Music importieren.

Die Listen können entweder als CSV-Dateien oder direkt aus Spotify importiert werden. Damit sie funktioniert, muss die StAMP-App unter Systemeinstellungen > Sicherheit > Bedienungshilfen hinzugefügt werden.

StAMP kostet fünf Euro (etwa 5.25 Franken). Die Gratis-Testversion lässt einen immerhin bis zu 10 Songs auf einmal importieren.

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