Aktualisiert 14.09.2016 06:59

Chur

Spott wegen falsch aufgehängter US-Fahne

US-Botschafterin Suzan G. LeVine besuchte kürzlich die Churer Regierung. Zu ihren Ehren wurde die US-Fahne aufgehängt, nur leider auf dem Kopf.

von
luh

«Ob der Fahnen-Aufhänger noch angestellt ist?» fragt man sich derzeit auf der Facebook Seite «Du bisch vu Chur, wenn...». Auslöser für die wohl nicht ganz ernst gemeinte Frage war der Besuch der US-Botschafterin Suzan G. LeVine vergangenen Mittwoch bei der Churer Regierung. Wie die «Südostschweiz» schreibt, widerfuhr der Stadt Chur dabei nämlich ein unglücklicher Fauxpas: Zu Ehren der Botschafterin hängte die Stadt extra eine US-Fahne auf, leider aber verkehrt herum.

LeVine selbst nahm den Schnitzer offenbar gelassen, oder gab sich zumindest diplomatisch. Auf Facebook schwärmt sie von ihrem Besuch im Kanton Graubünden und honoriert das Aufhänger der Fahne:

Spott und Häme

Weniger gnädig sind die Kommentare auf der Facebook-Seite «Du bisch vo Chur, wenn...». Hier heisst es etwa: «Peinlich» oder «Auch Praktikanten müssen lernen.»

Der Churer Stadtpräsident Urs Marti nimmt die Fahnen-Panne mit Humor: «Fehler können passieren.» Sie hätten es nicht einmal bemerkt gehabt, denn bis kurz vor Eintreffen von LeVine war die Fahne völlig eingerollt gewesen. Die Botschafterin sei von der Geste sehr erfreut gewesen und Marti glaubt sogar: «Wahrscheinlich hat die Botschafterin es nicht einmal selber bemerkt.»

Laut dem Flaggengesetz der USA darf die Fahne nur dann verkehrt herum gehisst werden, wenn eine ernste Notlage einer Gruppe besteht, in allen anderen Fällen stellt es eine Verunglimpfung dar. Auch bei allen anderen Nationalflaggen gilt, dass man sie nie verkehrt herum aufhängen darf, ausser in Situationen von grosser Gefahr für Leben oder Eigentum.

Chur ist mit ihrer Panne aber längst kein Einzelfall. Immer wieder werden Fahnen falsch herum aufgehängt. Meist geschieht das aber aus Unwissenheit.

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