Zürich: Sprayer besprühten die Rote Fabrik

Aktualisiert

ZürichSprayer besprühten die Rote Fabrik

Über 50 Graffiti-Künstler aus dem In-und Ausland sprayten am Meeting of Styles in der Roten Fabrik. Nur die Kolumbianer fehlten.

von
Roman Hodel

Meeting of Styles – der grösste Graffiti-Anlass der Schweiz hat am Wochenende rund 2500 Besucher in die Rote Fabrik gelockt. Dort besprayten über 50 Künstler aus dem In- und Ausland 1400 Quadratmeter Wandfläche mit Graffiti passend zum Motto «State of Mind». «Australier, Österreicher – alle Angemeldeten sind gekommen, bis auf die Kolumbianer», sagte Mitorganisatorin Maaret Mayr, «sie erhielten kein Visum.» Dieses Problem hatte Sprayer Note nicht – er kommt aus Baden. «Das Meeting ist eine tolle Möglichkeit, andere Sprayer zu treffen», sagte er. « Die meisten kennt man.» Dank des Networkings hofft der 23-Jährige darauf, eines Tages vom Sprayen leben zu können. Dies hat Sonic geschafft – der 40-jährige Bieler sprayt auf Auftrag und ist Stammgast am Meeting: «Der Austausch mit anderen Künstlern ist hier super», sagte er. «Allerdings war der Anlass früher familiärer.» Derweil lobte Bomber aus Frankfurt am Main die Rote ­Fabrik an sich: «Die Location am See ist einmalig.»

Um den Nachwuchs zu sichern, bot das Meeting of Styles erneut Workshops an – davon Gebrauch machte etwa Lorenz aus Zürich: «Sprayen ist cool», sagte der 14-Jährige und hofft auf mehr legale Wände dafür. Das wäre ganz im Sinne des Meetings: «Unser Anlass soll auch die Akzeptanz dieser Kunst in der Bevölkerung verbessern», so Mayr.

Deine Meinung