Vandalismus: Sprayerbande verübte über 30 Taten

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VandalismusSprayerbande verübte über 30 Taten

Jugendliche bemalten einen Brückenpfeiler in Bad Ragaz, als sie in flagranti erwischt wurden. Nun wird es teuer: Sie gaben zu, dass rund 30 Sprayereien auf ihr Konto gehen.

von
sst
Um keine Nachahmer auf den Plan zu rufen, gibt die Kapo St. Gallen keine Bilder heraus. Die vier Jugendlichen sollen für über 30 Sprayereien verantwortlich sein.

Um keine Nachahmer auf den Plan zu rufen, gibt die Kapo St. Gallen keine Bilder heraus. Die vier Jugendlichen sollen für über 30 Sprayereien verantwortlich sein.

Über 30 Sprayereien hatten vier Jugendliche aus der Region Sarganserland begangen, ohne aufzufliegen. Doch am vergangenen Dienstag wurde ihnen ein Beobachter zum Verhängnis: Kurz nach 17 Uhr bemalten und besprayten drei Jugendliche an der Rheindammstrasse in Bad Ragaz einen Brückenpfeiler, als die Polizei sie in flagranti erwischte. Die jungen Schweizer wurden festgenommen und die Polizei klärte ab, ob sie noch für weitere Sachbeschädigungen in Frage kommen.

Ermittlungen laufen noch

Tatsächlich waren die weiteren Ermittlungen erfolgreich: Innert 48 Stunden konnten die Beamten den Jugendlichen rund 30 Sprayereien in der Region nachweisen. Ein vierter Täter wurde ebenfalls ausfindig gemacht, die Jungs gaben die Taten zu. Für die Jugendlichen zwischen 15 und 17 Jahren respektive für deren Eltern wird es nun teuer: Die Sachbeschädigungen betragen mehrere zehntausend Franken und noch sind die Ermittlungen nicht mal abgeschlossen.

Wieder auf freiem Fuss

Laut einer Mitteilung der Kantonspolizei St. Gallen vom Freitag bemalten und besprayten sie in verschiedener Zusammensetzung Gebäude an öffentlichen Plätzen, Lärmschutzwände, Brückenpfeiler und Bahneinrichtungen. Dies sowohl im Kanton St. Gallen als auch im benachbarten Graubünden, wo zwei der Täter wohnen. Sie verwendeten wiederkehrende Sujets, die Polizei will dazu aber keine weiteren Informationen und auch keine Bilder publizieren, um keine Nachahmer auf den Plan zu rufen. Die Jugendlichen befinden sich wieder auf freiem Fuss, müssen aber schon bald vor dem Jugendrichter antraben.

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