Künstliche Intelligenz: Sprechen wir bald mit unserem Ikea-Regal?
Aktualisiert

Künstliche IntelligenzSprechen wir bald mit unserem Ikea-Regal?

Der Einsatz von künstlicher Intelligenz in Produkten nimmt beständig zu. Nun könnten schon bald Bücherregale das Sprechen erlernen.

1 / 13
Intelligente Ikea-Möbel? Das könnte künftig Realität werden. Zumindest, wenn es nach Kunden des Möbelgiganten geht, die sich das laut einer Umfrage wünschen.

Intelligente Ikea-Möbel? Das könnte künftig Realität werden. Zumindest, wenn es nach Kunden des Möbelgiganten geht, die sich das laut einer Umfrage wünschen.

Keystone/Martin Ruetschi
Immerhin wüsste man schon, wie man seine Möbel ansprechen müsste. Doch woher haben diese eigentlich ihre Namen? Das bekannte Billy-Regal etwa verdankt seinen dem Mann, der es 1979 entworfen hat: Billy Likjedhal.

Immerhin wüsste man schon, wie man seine Möbel ansprechen müsste. Doch woher haben diese eigentlich ihre Namen? Das bekannte Billy-Regal etwa verdankt seinen dem Mann, der es 1979 entworfen hat: Billy Likjedhal.

Keystone/Martin Ruetschi
Die Herleitung der Namen anderer Ikea-Produkte ist dagegen weniger offensichtlich. Doch auch sie folgen einem ganz bestimmten Muster. So werden Bücherregale - wenn nicht nach männlichen Mitarbeitern - nach Berufen benannt. «Expedit» bedeutet etwa Verkäufer.

Die Herleitung der Namen anderer Ikea-Produkte ist dagegen weniger offensichtlich. Doch auch sie folgen einem ganz bestimmten Muster. So werden Bücherregale - wenn nicht nach männlichen Mitarbeitern - nach Berufen benannt. «Expedit» bedeutet etwa Verkäufer.

Flickr.com/ih/CC BY-ND 2.0

Ikea-Regale zusammenbauen ist eine Wissenschaft für sich. Auch die gewieftesten Tüftler können an einem Billy-Regal scheitern. Wie könnte man dem Abhilfe schaffen? Eine Möglichkeit, über die sich Ikea laut «Tages-Anzeiger» derzeit Gedanken macht, ist der Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI) in den Produkten.

Demnach führt Ikeas Innovationslabor Space 10 derzeit eine Umfrage durch, um die Haltung der Kunden zu dem Thema zu erfahren. Dabei geht es um Details – ob die Computeridentität männlich, weiblich oder geschlechtsneutral sein sollte –, aber auch um Grundsätzliches: ob KI-Technologie die eigenen Werte teilen solle, ob sie religiös sein soll, und ganz wichtig in Bezug auf den Regalbau: «Möchten Sie, dass Ihre KI Sie von Fehlern abhält?»

Mehr als 3000 Umfrageteilnehmer

Bislang haben etwa 3000 Menschen an der Umfrage teilgenommen. Die Zwischenergebnisse sind öffentlich. Die Frage, ob man von Fehlern abgehalten werden möchte, bejahten bis Donnerstagnachmittag 77 Prozent. Auch die Vorstellung, «Wünsche» erfüllt zu bekommen, bevor man sie geäussert hat, finden zwei Drittel der Befragten gut.

In Zukunft könnte uns also bald das Billy-Regal sagen, wie es zusammengebaut werden möchte. Mehr als die Hälfte der Befragten stimmen ausserdem einer Aufzeichnung ihrer Daten vorbehaltlos zu.

Gefragt nach der Absicht der Umfrage, heisst es bei Ikea, man wolle erst die Diskussion über das Thema eröffnen, bevor man mit der konkreten Entwicklung beginne. Einen Zeitraum, wann erste KI-Produkte auf den Markt kommen könnten, nennt Ikea nicht.

(übernommen und gekürzt vom «Tages-Anzeiger») (20 Minuten)

Deine Meinung