Milde Strafe: Sprintgott Bolt wettert gegen Doper Gay
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Milde StrafeSprintgott Bolt wettert gegen Doper Gay

Geht es nach Weltrekordhalter Usain Bolt, soll sein US-Rivale Tyson Gay von der Leichtathletik ausgeschlossen werden. Schliesslich sei dieser ein Betrüger.

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Freitag, 24. April 2015
Freitag, 24. April 2015

Usain Bolt ärgert sich über die US-Dopingagentur Usada und den Leichtathletik-Weltverband IAAF. Dies, weil sein langjähriger Rivale Tyson Gay nach positivem Dopingtest nur ein Jahr aussetzen musste.

Keystone/Antonio Lacerda
Gay kooperierte mit der Usada, weshalb seine Strafe relativ mild ausfiel.

Gay kooperierte mit der Usada, weshalb seine Strafe relativ mild ausfiel.

Keystone/Jean-christophe Bott
Bolt sagt, er freue sich nicht, gegen Gay zu laufen. Es nerve ihn sogar richtig.

Bolt sagt, er freue sich nicht, gegen Gay zu laufen. Es nerve ihn sogar richtig.

Keystone/AP/Michael Probst

Usain Bolt hat in einem Interview mit dem «Runner's World Magazine» seinen langjährigen Rivalen und Dopingsünder Tyson Gay (USA) sowie die amerikanische Dopingbehörde Usada sowie den Weltverband IAAF kritisiert. Er freue sich nicht, gegen Gay zu laufen, sagte der Weltrekordhalter über 100 m und 200 m und sechsfache Olympiasieger. «Es nervt mich sogar richtig.»

Der 32-jährige Gay war im Mai 2013 ausserhalb von Wettkämpfen auf ein anaboles Stereoid getestet worden. Da der dreifache Weltmeister von 2007 mit der Usada kooperierte, wurde er nur für ein Jahr gesperrt. Bolt zeigt kein Verständnis dafür, dass die Sperre gegen Gay milde ausfiel. Die Botschaft ist laut Bolt die falsche: «Wenn du dopst und erwischt wirst, dann musst du es nur uns erzählen, und wir werden deine Sperre reduzieren.» Das sei das Dümmste, was er jemals gehört habe.

Den Athleten Angst machen

Geht es nach dem Jamaikaner, müsste die Botschaft lauten: «Wenn du betrügst, wirst du aus dem Sport verbannt.» Den Athleten müsse Angst eingejagt werden, damit diese über die Konsequenzen ihres Handelns nachdenken, so Bolt weiter. «Wenn diese nur leicht bestraft werden, warum sollen sie sich Sorgen machen?»

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Gay ist mit einer Zeit von 9,69 Sekunden über 100 m der zweitschnellste Mann der Geschichte hinter Bolt (9,58). Am 3. Juli 2014 kehrte der Amerikaner an der Athletissima in Lausanne nach Ablauf seiner Sperre zurück. Er gilt als einer der härtesten Herausforderer Bolts an den Weltmeisterschaften Ende August in Peking. (si)

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