Aktualisiert 17.06.2020 06:39

Christian ColemanSprintweltmeister wegen verpasster Dopingtests suspendiert

Christian Coleman gilt als Favorit bei den Olympischen Spielen 2021 in Tokio. Nach verpassten Doping-Kontrollen könnte der Sprint-Weltmeister auf dem Weg dorthin gestoppt werden.

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Christian Coleman droht eine Doping-Sperre, da er erneut eine Kotrolle verpasste. Vorerst wurde der 24-Jährige suspendiert.

Christian Coleman droht eine Doping-Sperre, da er erneut eine Kotrolle verpasste. Vorerst wurde der 24-Jährige suspendiert.

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Der 24-jährige US-Amerikaner streitet alles ab.

Der 24-jährige US-Amerikaner streitet alles ab.

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Coleman war 2019 in Doha Weltmeister über 100 Meter geworden.

Coleman war 2019 in Doha Weltmeister über 100 Meter geworden.

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100-Meter-Weltmeister Christian Coleman ist wegen verpasster Dopingtests von der unabhängigen Integritätskommission (AIU) des Leichtathletik-Weltverbandes World Athletics vorläufig suspendiert worden. Dies teilte die AIU am Mittwoch mit. Über eine Sperre wird erst nach einer Verhandlung entschieden werden. Eine Sanktionierung könnte ihn auf seinem Weg zu den Olympischen Spielen in Tokio stoppen.

Wenige Stunden zuvor hatte der 24 Jahre alte US-Amerikaner noch Details des bislang letzten erfolglosen Kontrollversuches bei ihm veröffentlicht und und sämtliche Vorwürfe vehement abgestritten.

Seit sechs Monaten habe er Beschwerde bei der AIU dagegen eingelegt, dass er am 9. Dezember 2019 einen Test verpasst haben soll. So habe er fünf Minuten entfernt von zu Hause Weihnachtseinkäufe getätigt, sei aber von den Kontrolleuren nicht angerufen worden.

Elitesportler weltweit müssen Angaben darüber machen, wo sie sich aufhalten, um für Dopingtests verfügbar zu sein. Ein Verstoss liegt vor, wenn ein Athlet keine Angaben macht oder nicht angetroffen werden kann. Drei verpasste Tests innerhalb von zwölf Monaten können als Anti-Doping-Verstoss gewertet werden und eine Sperre nach sich ziehen.

Er verspricht einen Doping-Test pro Tag

Er habe einen weiteren verpassten Tests am 16. Januar 2019, für den er die Verantwortung übernehme, und einen Meldepflichtverstoss am 26. April 2019, berichtete Coleman weiter. Anfang September 2019 hatte ein Formfehler zu einem Freispruch des Sprinters geführt, da einer von drei der sogenannten Missed Tests ausserhalb der Einjahresfrist gelegen habe. Wenig später sicherte Coleman sich in Doha den WM-Titel über die 100 Meter.

Er habe niemals und werde niemals leistungssteigernde Mittel nehmen, schrieb der US-Athlet nun in seinem Statement. «Ich bin willens, einen Dopingtest JEDEN einzelnen Tag für den Rest meiner Karriere zu machen, um meine Unschuld zu beweisen.»

(DPA)

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8 Kommentare
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King Kong

17.06.2020, 09:06

Coleman hat gegen die Übermacht von weissen Sportlern doch keine Chance solange Trump an der Macht ist. Also Alle wählen gehen, damit der nächste Präsident endlich einmal auch Schwarze im Laufsport nach vorne lässt. Was? Stimmt nicht? Dann pass mal auf, Freundchen. Die Migros wird dich als Kunde boykottieren.

Sportler

17.06.2020, 09:00

PeterPan. Sorry Du hast definitiv keine Ahnung von Sport und Doping. Ich Weiss, nicht mal Profi wurde hier in der Schweiz schon paar Mal von Antidoping getestet. Also bitte, es reicht jetzt mit solchen Aussagen. Was ich lästig finde ist, dass diese Herren und Damen Kontrolleure sich manchmal richtig dämlich aufführen. Dopingkontrollen ja, aber auch einmal die Spitzenverdiener dran nehmen.

Drogenalarm

17.06.2020, 08:50

Sport hat doch schon lange nichts mehr mit Fairness zu tun. Lasst doch einfach alle Doping nehmen, dann gleicht es sich wieder aus.