Finanzkrise: Spritzen für Freddie Mac und Chrysler
Aktualisiert

FinanzkriseSpritzen für Freddie Mac und Chrysler

Der unter staatliche Kontrolle gestellte US-Immobilienfinanzierer Freddie Mac braucht weitere Staatshilfen in Höhe von bis zu 35 Milliarden Dollar.

Die genaue Summe ergebe sich nach Fertigstellung der Bilanzen für das letzte Quartal 2008 sowie für das gesamte vergangene Jahr. Freddie Mac hatte bereits im vergangenen Jahr eine staatliche Finanzspritze in Höhe von 13,8 Milliarden Dollar erhalten.

Um einen Kollaps des Kreditmarkts zu verhindern, hatte die US- Regierung die beiden in Schwierigkeiten geratenen US- Hypothekenfinanzierer Freddie Mac und Fannie Mae Anfang September unter staatliche Kontrolle gestellt. Für beide Institute übernahm der Staat Garantien von jeweils 100 Milliarden Dollar.

Das Überleben des strauchelnden US-Autobauers Chrysler hängt nach Worten von Konzernchef Bob Nardelli ebenfalls von neuen Staatshilfen über drei Milliarden Dollar ab. Auch weitere Kostensenkungen durch Zugeständnisse von Kreditgebern und Angestellten seien hierzu nötig.

Die angestrebte Allianz mit Fiat sei zwar ein entscheidender Schritt, aber nur ein notwendiger Teil der Erholung, hiess es in einem Brief Nardellis an die Beschäftigten, Händler und Zulieferer, welcher der Agentur Reuters vorlag.

Chrysler hat bereits einen Notkredit über vier Milliarden Dollar von der US-Regierung erhalten. Um weitere Hilfen zu bekommen, muss Chrysler den US-Kongress von seiner langfristigen Überlebensfähigkeit überzeugen.

(sda)

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