Aktualisiert 19.11.2007 18:11

«Zwei Tage Paris»Spritzige Pärchen-Komödie in Paris

Eine Frau, die alles kann: Kult-Schauspielerin July Delpy («Before Sunrise», «Before Sunset») lieferte mit «Zwei Tage Paris» ihr Regiedebüt ab – und schrieb obendrein auch das Drehbuch sowie die eingängige Musik für den Film.

Klar durfte auch die Hauptrolle an niemand anderen gehen: Delpy spielt die Französin Marion, die mit ihrem New Yorker Freund Jack 48 Stunden in Paris verbringt. Für den Neurotiker wird daraus eine beispiellose Tortur. Nicht nur, dass Marions 68er-Eltern ihn mit antiamerikanischen Anzüglichkeiten piesacken, die Mutter platzt auch noch ins Liebesspiel mit Marion hinein. Doch damit nicht genug: Nach und nach erfährt Jack so einiges über die Ex-Lover seiner Geliebten, die immer noch hinter Marion her sind.

Das Schwiegerelternfiasko erinnert an «Meet the Parents». Doch wer an Woody Allen denkt, liegt ebenfalls richtig: Hier der paranoide Ami, dort der neurotische New Yorker. Auch der Wortwitz und die Obsession einer Stadt (in diesem Fall Paris) erinnern an Altmeister Allen. Leider versteigt sich Delpy bisweilen ins Küchenphilosophische, der atlantikübergreifende Kulturschock macht den Film jedoch alles in allem zu einem urkomischen Vergnügen.

Philippe Zweifel

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