Wegen WM-Unfall: Sprunger verschiebt seine NHL-Pläne
Aktualisiert

Wegen WM-UnfallSprunger verschiebt seine NHL-Pläne

Eigentlich wollte Julien Sprunger nächste Saison Nordamerika erobern. Daraus wird nichts. Der Nati-Stürmer leidet noch immer unter den Folgen des Brutalo-Fouls im WM-Spiel gegen die USA.

von
Marcel Allemann

Den Schweizer Sportfans stockte am 4. Mai der Atem, als Sprunger im letzten Schweizer WM-Spiel gegen die USA nach einem unfairen Check von David Backes mit der Bahre abtransportiert werden musste. Schwere Nackenverletzung lautete die Diagnose. Um kein Risiko einzugehen, wurde der Bereich zwischen dem vierten und fünften Halswirbel operativ stabilisiert.

Noch heute leidet der Fribourg-Goalgetter an den Folgen: «Es geht mir zwar besser, aber ich kann nicht viel machen und bewege mich zwischen Bett und Sofa. Ich bin oft müde. Zudem schmerzen die Arme noch immer und ich muss während zwei Monaten eine Halskrause tragen.» Danach entscheidet eine weitere MRI-Untersuchung, ob er sie abnehmen kann.

Doch Sprunger will nicht klagen, er hatte Glück im Unglück. Erst vor ein paar Tagen hat er mit seinem Arzt die MRI-Bilder angeschaut: «Darauf war zu sehen, wie knapp es war. Es fehlte wenig und ich wäre an Armen und Beinen gelähmt gewesen.»

Seine Verletzungsgeschichte hat Sprunger nun vorerst von seinen NHL-Plänen abgebracht: «Das bringt so nichts. Jetzt steht die Gesundheit im Vordergrund. Nächste Saison werde ich daher für Fribourg spielen.»

Allerdings ist noch offen, wann der Stürmer aufs Eis zurückkehrt: «Ich weiss nicht, ob das schon zum Saisonstart im September möglich sein wird.» Bei Fribourg macht man keinen Druck. Sprunger: «Sie haben mir gesagt, ich solle mir unbedingt die nötige Zeit zur Rehabilitation nehmen.»

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