Aktualisiert 11.06.2015 15:06

Zürich

Spurabbau im Milchbuck ist noch nicht definitiv

Das Bundesamt für Strassen muss bei der Sperrung der dritten Spur im Milchbucktunnel nochmals über die Bücher. Das hat das Bundesverwaltungsgericht entschieden.

von
sda/rom
Die mittlere Spur des Milchbucktunnels ist seit September 2013 gesperrt.

Die mittlere Spur des Milchbucktunnels ist seit September 2013 gesperrt.

Nach einem einjährigen Probebetrieb hatte das Bundesamt für Strassen (ASTRA) im September 2014 den definitiven Abbau der dritten Spur im Zürcher Milchbucktunnel verfügt. Pro Fahrtrichtung gibt es jetzt jeweils eine Spur sowie in der Mitte einen Rettungs- und Pannenstreifen. Laut ASTRA hat sich die Massnahme bewährt und positiv auf das Unfallgeschehen und den Verkehrsfluss ausgewirkt.

Der Automobil-Club der Schweiz, Sektion Zürich, hatte sich vor dem Bundesverwaltungsgericht gegen den Spurabbau gewehrt. Das Verkehrsgutachten, auf welches sich die Verfügung des ASTRA stützt, sei in sich nicht schlüssig. Und: Ein früheres Gutachten, das durch die einspurige Verkehrsführung eine wesentliche Zunahme des Rückstaus vor dem Tunnel registriert hatte, sei im späteren Verkehrsgutachten nicht berücksichtigt worden.

Dritte Spur bleibt gesperrt

Da von den involvierten Fachbehörden gegensätzliche Beurteilungen vorliegen, muss nun noch einmal die Vorinstanz entscheiden, wie es in der Mitteilung des ACS heisst. Dessen Geschäftsführer Lorenz Knecht wertet dies als «Teilsieg».

Das ASTRA kann den Entscheid an das Bundesgericht weiterziehen. Zunächst müsse man das Urteil genau studieren und dann weitere Schritte überlegen, sagte Karin Unkrig von der ASTRA-Filiale Winterthur gegenüber der Nachrichtenagentur sda. Vorerst ändere sich jedoch nichts an der Verkehrsführung.

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