SRF-Kommentator erkennt Jubel von Cristiano Ronaldo nicht

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Bei Portugal-SiegSRF-Kommentator erkennt den weltberühmten Ronaldo-Jubel nicht

Superstar Cristiano Ronaldo drückt dem WM-Spiel gegen Ghana den Stempel auf, wie man es von ihm kennt. Sein Rekordtor hätte er aber eigentlich gar nicht erzielen dürfen. Für Furore sorgt derweil sein Jubel. 

von
Adrian Hunziker
Nils Hänggi

Den «Siuuu»-Jubel Ronaldos kennt offenbar nicht jeder. 

SRF

Darum gehts

Cristiano Ronaldo, immer wieder Cristiano Ronaldo. Der fünffache Weltfussballer, die portugiesische Lichtgestalt war auch im WM-Spiel gegen Ghana (3:2) allgegenwärtig (den Spielplan findest du hier). Der Portugiese vergab nicht nur die erste Grosschance des Spiels und zeigte, wie hoch er auch mit 37 noch springen kann. Nein, er zeigte, wie viel ihm der Fussball noch bedeutet – und das gleich in mehreren Szenen. 

Schon bei der Nationalhymne hatte er wässrige Augen, es macht ihn offensichtlich immer noch stolz, für Portugal an einer Endrunde zu spielen, auch an einer fünften WM-Endrunde. Dank seinem Tor zum 1:0 stellte er zudem einen weiteren Rekord auf: Ronaldo ist der einzige Spieler, der an fünf verschiedenen Weltmeisterschaften getroffen hat. Zudem ist der 37-Jährige der zweitälteste Spieler, der bei einer Weltmeisterschaft ein Tor erzielte – hinter Kameruns Roger Milla (42 Jahre, 39 Tage).

Der VAR blieb stumm

Doch eigentlich hätte er zum Penalty wohl gar nicht antreten dürfen. Der Elfmeter-Pfiff war sehr zweifelhaft, die Berührung des Gegenspielers zwar da, aber Ronaldo liess sich gar einfach fallen. SRF-Schiedsrichter-Experte Sascha Amhof hätte diesen Penalty zurückgenommen. Doch der VAR meldete sich nicht und der Superstar durfte einschiessen. 

Wie man es von ihm kennt, auch wenn er sich zuletzt auf andere Art und Weise freute, zeigte er seinen Marken-Jubel, indem er in die Luft springt, eine halbe Drehung macht und mit gespreizten Beinen und Armen zu stehen kommt. Seinen «Siuuu»-Schrei liess er dieses Mal bleiben, diesen übernahm das portugiesische Publikum. Das schien SRF-Kommentator Reto Held zu verwirren. Dieser verstand nämlich etwas anderes und meinte, die Fans schreien «Buuuh»! Dieser Fehler machte auf Social Media schnell die Runde.  

Hier trifft Osman Bukari zum 2:3.

SRF

Mitfiebern auf der Bank

Nach seinem Tor war Ronaldo zwar immer noch aktiv am Spielgeschehen beteiligt, konnte aber nicht mehr so viel Einfluss nehmen, seine Kollegen sorgten für die weiteren Treffer. In der 88. Minute wurde er von Trainer Fernando Santos ausgewechselt. Von der Bank aus musste der 118-fache Torschütze für Portugal zusehen, wie sein Team nochmals zittern musste.

Osman Bukari (23)  traf in der 89. Minute zum Anschluss. Als sich Portugals Keeper Diogo Costa (23), der in Rothrist aufgewachsen ist, kurz vor Spielende von Inaki Williams (28) beinahe überlisten liess, nervte sich Ronaldo auf der Bank sichtlich. Aber nervte sich der Superstar wegen des Tors? So ahmte Bukari nach seinem Treffer den Ronaldo-Jubel nach. Mehr noch: Er machte ihn vor den Augen des Erfinders – sehr zum Missfallen des portugiesischen Superstars. 

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