Aktualisiert 20.01.2016 13:26

Müslüm wird TV-Star

SRF putscht sich mit «Süpervitamin» auf

Das SRF kündigt neue Comedy-Formate an: Im Frühling sollen die Comedians Müslüm und Dominic Deville am Freitagabend für Humor im Fernsehen sorgen.

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ink/los

Im Frühling gibt es mehr Spass im SRF: Das Schweizer Fernsehen hat gleich drei Comedy-Formate aufs Programm gesetzt. Und Müslüm ist eines davon. «Auf SRF 1 erhält die Schweizer Comedy-Szene am späten Freitagabend eine neue Plattform», heisst es in der Mitteilung. «Am späten Abend» versteht das SRF wörtlich: Die Shows starten am 1. April erst ab 23.45 Uhr. Vorerst sind pro Sendeformat vier Sendungen geplant.

Bei «Müslüm-TV» soll das Publikum den Berner Comedian dabei begleiten, wie er sich in die Schweizer Medienwelt einarbeitet. Dass der 36-Jährige seinen Zenit bereits überschritten haben könnte, glaubt Rolf Tschäppät, Bereichsleiter Comedy bei SRF, nicht: «Sein Boom ist nicht vorbei. Müslüm kommt gut an.» Auch SRF-Direktor Ruedi Matter freut sich: «Müslüm macht wunderbare Sachen. Wir finden ihn witzig.»

«Wir wollen uns abheben von ‹Giacobbo/Müller›»

Auch der Luzerner Dominic Deville geht auf Sendung. Er wird in der Late-Night-Show «Deville» seine Sicht auf die Schweiz und die Welt erklären. Zu 20 Minuten sagt er: «Das ist eine schöne Bestätigung für mich und mein Team. Wir werden sicher ein Gläschen Champagner trinken.»

Eine Pilotsendung hat der 41-Jährige im Zürcher Club Mascotte schon abgedreht. Ob in seine neue Show, die in einigen Monaten auf SRF zu sehen sein wird, davon etwas reinfliesst, weiss Deville noch nicht. Aber: «Wir wollen uns abheben von amerikanischen Late-Night-Formaten und auch von ‹Giacobbo/Müller›.»

Neue Formate schon länger in Planung

Das Comedy-Trio komplett machen Anet Corti und Michel Gammenthaler mit ihrer Sendung «Headhunter», einer eigenen Show mit «knallharten Fragen», wie das SRF mitteilt. Die geplanten Sendungen sollen je 25 bis 30 Minuten dauern, erklärt Rolf Tschäppät. «Die neuen Formate waren schon geplant, bevor das Ende von ‹Giacobbo/Müller› bekannt wurde.» SRF habe die Komiker per Auswahlverfahren gewählt.

Nutzt das SRF das neue Format etwa dazu, um einen möglichen Nachfolger von «Giacobbo/Müller» zu finden? «Wir machen keinen Druck auf die Teams. Aber es wäre durchaus denkbar. Alles ist möglich», sagt Matter.

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