Leutschenbach: SRF stellt das warme Wasser ab, um Strom zu sparen

Publiziert

LeutschenbachSRF stellt das warme Wasser ab, um Strom zu sparen

Heizungen werden runtergedreht, Logos nicht mehr beleuchtet, das warme Wasser wird sogar abgestellt: Das SRF will seinen Stromverbrauch mit der Massnahme um 13 bis 15 Prozent reduzieren.

von
Dominik Fischer
1 / 3
Beim SRF Hauptgebäude in Oerlikon wird nun das warme Wasser abgedreht.

Beim SRF Hauptgebäude in Oerlikon wird nun das warme Wasser abgedreht.

20min/Marco Zangger
Der Komfort für Mitarbeitende sinkt: Auch die Heizungen sind bereits um 1,5 bis zwei Grad tiefer eingestellt.

Der Komfort für Mitarbeitende sinkt: Auch die Heizungen sind bereits um 1,5 bis zwei Grad tiefer eingestellt.

20min/Marco Zangger
Mit den Massnahmen will das SRF den Energieverbrauch um 13 bis 15 Prozent reduzieren. 

Mit den Massnahmen will das SRF den Energieverbrauch um 13 bis 15 Prozent reduzieren. 

20min/Marco Zangger

Darum gehts

Beim SRF wird zum Stromsparen zu extremen Mitteln gegriffen. Wie es in einer Medienmitteilung heisst, werden die leuchtenden Logos an den Gebäuden und auch die Umgebungsbeleuchtung ausgeschaltet, sofern sie nicht aus Sicherheitsgründen notwendig sind. Zudem sind die Heizungen bereits um 1,5 bis zwei Grad tiefer eingestellt.

Nun kommt eine weitere Stromsparmassnahme hinzu, die die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum Zittern bringen dürfte: So gibt es in den Büros in Zukunft kein warmes Wasser mehr, wie der «Blick» berichtet. Auf Hinweiszetteln am SRF-Hauptsitz am Leutschenbach heisst es: «Als vorsorgliche Massnahme bleibt die Aufbereitung von Warmwasser bis auf Weiteres eingestellt. Handhygiene ist mit Seife und kaltem Wasser ebenso wirksam wie mit warmem Wasser und Seife.» Ausschliesslich ein paar wenige Duschen würden noch über warmes Wasser verfügen. 

Die Mitarbeitenden sind nicht begeistert

«Die SRG geht davon aus, dass mit diesen Massnahmen der Energieverbrauch des Unternehmens um schätzungsweise 13 bis 15 Prozent reduziert werden kann», sagt Daniel Knoll, Stabschef sowie Chief Security Officer beim SRF, gegenüber Blick. Die Reaktionen auf die Massnahmen fielen dabei «unterschiedlich aus». «Uns ist bewusst, dass die beschlossenen Massnahmen einschneidend sein können und zu einer Komforteinbusse führen», so Knoll.

Für wie lange das Warmwasser abgestellt bleibt, ist unklar. Fraglich ist zudem, ob auch andere Unternehmen in Zukunft nachziehen und den Komfort ihrer Mitarbeitenden verringern werden, um während der Energiekrise Kosten einzusparen. 

Kannst du den Entscheid des SRF nachvollziehen?

Keine News mehr verpassen

Mit dem täglichen Update bleibst du über deine Lieblingsthemen informiert und verpasst keine News über das aktuelle Weltgeschehen mehr.
Erhalte das Wichtigste kurz und knapp täglich direkt in dein Postfach.

Deine Meinung

144 Kommentare