Verkauf von Grundstück: SRG macht lieber Kohle statt günstige Wohnungen
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Verkauf von GrundstückSRG macht lieber Kohle statt günstige Wohnungen

40 Millionen Franken bot die Stadt Zürich für ein Grundstück, um das für bezahlbaren Wohnraum oder Schulen zu nutzen. Die SRG bevorzugte ein Angebot der Swiss Life für mehr als das Doppelte.

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Dieses Areal an der Hagenholzstrasse in Zürich hätte die Stadt Zürich gerne von der SRG abgekauft für bezahlbaren Wohnraum, Schulen oder Kindergärten.

Dieses Areal an der Hagenholzstrasse in Zürich hätte die Stadt Zürich gerne von der SRG abgekauft für bezahlbaren Wohnraum, Schulen oder Kindergärten.

Die Stadt war bereit 40 Millionen Franken für das Grundstück zu bezahlen. Die SRG bevorzugte aber ein Angebot der Swiss Life für 81 Millionen Franken.

Die Stadt war bereit 40 Millionen Franken für das Grundstück zu bezahlen. Die SRG bevorzugte aber ein Angebot der Swiss Life für 81 Millionen Franken.

Keystone/Christian Beutler
«Die SRG ist bestrebt, bei Grundstückverkäufen gute Preise zu realisieren – zugunsten des Programms und somit auch des Publikums in der ganzen Schweiz.»

«Die SRG ist bestrebt, bei Grundstückverkäufen gute Preise zu realisieren – zugunsten des Programms und somit auch des Publikums in der ganzen Schweiz.»

6369 Quadratmeter Land an der Hagenholzstrasse in Zürich, das an das Fernsehstudio in Leutschenbach grenzt und der SRG gehört hat – die Stadt Zürich wollte das Areal kaufen, weil sie Platz für Schulen, Kindergärten und bezahlbaren Wohnraum braucht. Ihr Angebot: 40 Millionen Franken.

Wie der «Sonntagsblick» schreibt, finanziert sich die SRG zwar aus Gebühren der Allgemeinheit, für bezahlbaren Wohnraum oder Schulen zeigt man aber offenbar wenig Interesse. Das Angebot der Stadt Zürich wurde nämlich abgelehnt. Stattdessen hat man das Grundstück der Swiss Life verkauft – für 81 Millionen Franken. Das sind 12'717 Franken pro Quadratmeter.

SRG hätte ohne dieses Geschäft 2018 Verlust gemacht

«Im Bieterverfahren konnte die Stadt Zürich preislich nicht mithalten», bestätigt Kuno Gurtner von der Stadtzürcher Liegenschaftsverwaltung gegenüber dem «Sonntagsblick». Bei der SRG heisst es, dass man ohne die Swiss-Life-Millionen im vergangenen Jahr einen Verlust hätte ausweisen müssen. «Die SRG ist bestrebt, bei Grundstücksverkäufen gute Preise zu realisieren – zugunsten des Programms und somit auch des Publikums in der ganzen Schweiz», sagt SRG-Kommunikationschef Edi Estermann.

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