Aktualisiert 14.03.2013 22:17

BillagzahlerSRG: Natalie Rickli will mehr Mitsprache

Erstmals nach ihrem Burnout reicht SVP-Nationalrätin Natalie Rickli wieder einen Vorstoss ein. Sie fordert, dass Gebührenzahler die gleichen Rechte erhalten wie die SRG-Trägerschaft.

von
Désirée Pomper
Natalie Rickli schiesst erneut gegen die SRG.

Natalie Rickli schiesst erneut gegen die SRG.

Kaum ist SVP-Nationalrätin Nathalie Rickli nach ihrem Burnout wieder auf dem politischen Parkett, nimmt sie auch schon wieder den Kampf gegen das staatliche Medienunternehmen SRG auf. In einem am Freitag eingereichten Postulat fordert sie den Bundesrat auf, den Gebührenzahlern die kostenlose Mitwirkung an den SRG-Programmen zu ermöglichen. «Wenn die Billagzahler schon für ein Programm bezahlen müssen, sollen sie auch mitreden können und zwar kostenlos», sagt Rickli.

Das aber dürfen bis jetzt nur SRG-Mitglieder. Und das wird nur, wer für 50 Franken einen Anteilschein erwirbt. Die Trägerschaft wirkt mit, wenn es um die Zukunft der SRG und ihrer Programme geht. Mitglieder dürfen ausserdem an verschiedenen Veranstaltungen und Führungen teilnehmen und profitieren von Gratistickets und Vergünstigungen.

Rickli: «Das heute geschlossene Mitgliederforum soll künftig eine offene Internetplattform sein, auf welcher die Radio- und Fersehzuschauer ihre Meinungen platzieren können.» Nur so würden die Anliegen der Gebührenzahler künftig ernst genommen.

Tv- und Radiogebühren

Für die SRG ist dies aber keine Option: «Gebührenzahler und SRG-Mitglieder sind zwei ganz unterschiedliche Rollen», sagt der Leiter der Geschäftsstelle Kurt Nüssli. Gebührenzahler hätten das Recht, Radio- und Fernsehprogramme zu empfangen. SRG-Mitglieder dagegen hätten Stimm- und Wahlrechte an der Generalversammlung ihrer SRG-Organisation.

Knapp 22'000 Personen sind zurzeit Mitlied bei der SRG. Man heisse aber alle interessierten Gebührenzahler sehr willkommen: «Wir freuen uns über jede neue Anmeldung», so Nüssli.

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