Aktualisiert 18.12.2008 10:58

RotstiftSRG spart 20 Millionen

Die SRG setzt angesichts der düsteren Konjunkturaussichten erneut den Rotstift an: Der Verwaltungsrat hat ein weiteres Sparpaket für 20 Millionen Franken verabschiedet. Die Stellenzahl wird auf dem Niveau des Budgets 2008 plafoniert.

Seit dem Jahr 2000 seien dem Unternehmen teuerungsbereinigt keine zusätzlichen Mittel aus Gebühreneinnahmen zugeflossen, teilte die SRG SSR idée suisse am Donnerstag mit. Die Rechnung der SRG sei deshalb mittelfristig mit einem strukturellen Defizit belastet.

Die weltweite Finanzkrise habe nun zu zusätzlichen Risiken geführt: Die Werbeeinnahmen seien 2008 rückläufig und würden tiefer ausfallen als prognostiziert, schreibt die SRG weiter.

Gleichzeitig stiegen die Personalkosten stärker als ursprünglich geplant. Infolge der unerwartet hohen Teuerung per Ende Oktober wachse nämlich die Lohnsumme der SRG im kommenden Jahr um 2,8 Prozent.

Weiteres Paket geschnürt

Zusätzlich zu den bereits laufenden Sparprogrammen im Umfang von insgesamt 100 Millionen Franken jährlich bis 2010 hat der SRG-Verwaltungsrat deshalb ein weiteres Paket geschnürt. Dieses umfasst Kürzungen in der Höhe von rund 20 Millionen jährlich.

Gespart werden soll bei anstehenden Gebäudesanierungen und beim strategischen Reservebudget des Generaldirektors. Auch bei Verträgen mit ihren Partnern will die SRG Gelder sparen. Als zweite Massnahme wird die Anzahl Stellen im kommenden Jahr auf dem Niveau des Budgets 2008 plafoniert.

Pensionskasse sanieren

Der Verwaltungsrat beschloss zudem Massnahmen zur Sanierung der Pensionskasse SRG (PKS). Diese weist als Folge der Kurseinbrüche an der Börse eine Unterdeckung von 170 Mio. Franken auf. Der Deckungsgrad liege derzeit bei rund 90 Prozent.

Der SRG-Verwaltungsrat will die PKS mit einer tieferen Verzinsung und der Erhöhung der Beiträge sanieren. Als Arbeitgeberin will sich die SRG überproportional an den Sanierungsmassnahmen beteiligen.

(sda)

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