SRG-Umfrage: Ja zur Unternehmenssteuerreform - Nein zu Kampfjetverbot
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SRG-Umfrage: Ja zur Unternehmenssteuerreform - Nein zu Kampfjetverbot

Ja zur Unternehmenssteuerreform, Nein zur Kampfjetlärm-Initiative: So wäre gemäss einer SRG Umfrage das Resultat der Abstimmung, wären die Wahlberechtigten am letzten Wochenende zur Urne gegangen.

46 Prozent sind demnach für die vorgeschlagene Reform der Unternehmenssteuern, 31 Prozent dagegen, wie eine repräsentative Umfrage der SRG SSR idée suisse unter 1202 Stimmberechtigten drei Wochen vor der eidgenössischen Abstimmung ergab. Mit 23 Prozent ist die Zahl der Unentschlossenen allerdings noch hoch, wie das Schweizer Fernsehen (SF) am Freitag mitteilte.

Die Anhängerinnen und Anhänger von Parteien folgen weitgehend den Parolen. So sind die Bürgerlichen geschlossen für die Vorlage: 65 Prozent bei der FDP, 62 Prozent bei der SVP und 60 Prozent bei der CVP. Die Basis der SP, die das Referendum ergriffen hatte, lehnt die Vorlage dagegen mit 61 Prozent klar ab.

Klares Ja im Tessin

Den klarsten Rückhalt findet die Vorlage in der italienischen Schweiz mit einem Ja-Anteil von 58 Prozent. In der Deutschschweiz und in der französischen Schweiz ist die Ausgangslage viel knapper: 45 Prozent Ja gegenüber 37 Prozent Nein in der Deutschschweiz; 38 Prozent Ja gegenüber 35 Prozent Nein in der Romandie.

Geprüft wurde in der Umfrage auch die Durchschlagskraft der Argumente. Am meisten Zustimmung fand dabei mit 81 Prozent das Argument, es gelte, steuerliche Nachteile für die KMUs zu beheben. Nur 33 Prozent fanden, eine Senkung der Unternehmenssteuern sei ungerecht.

Sprachregionen geteilt zu Kampfjets

Die Initiative, die den Kampfjetlärm in Tourismusgebieten unterbinden will, wird in der Umfrage klar abgelehnt. 55 Prozent würden ein Nein einlegen, 34 Prozent ein Ja. Nur 11 Prozent waren noch unentschlossen.

Allerdings sind hier die Unterschiede zwischen den Sprachregionen gross. Während in der Deutschschweiz 61 Prozent der Stimmberechtigten das Begehren ablehnen und nur 30 Prozent die Vorlage annehmen wollen, würde die Intiative mit 45 Prozent Ja und 42 Prozent Nein in der französischen Schweiz angenommen. Im Tessin überwiegt der Anteil der Nein-Stimmen mit 42 Prozent gegenüber 38 Prozent Ja knapp.

Links-grünes Ja

Auch bei dieser Vorlage folgten die Stimmberechtigten ihren Parteien. Die Anhänger der Grünen sagen mit 65 Prozent klar Ja zur Initiative, die SP-Anhänger mit 51 Prozent. Bei den Bürgerlichen ist dagegen die Ablehnung der Vorlage deutlich: 76 Prozent Nein bei der FDP, 71 Prozent bei der SVP und 58 Prozent bei der CVP.

Die Wahlbeteiligung wird gemäss der Umfrage mit 41 Prozent unterdurchschnittlich ausfallen.

(sda)

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