SRG-Wahlbarometer: Umfrage-Hammer – Mitte zieht an FDP vorbei

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SRG-WahlbarometerUmfrage-Hammer – Mitte zieht an FDP vorbei

Bei der SRG-Wahlumfrage legt die SVP am stärksten zu. Die Grünen sind die grossen Verlierer. Historisch ist jedoch, dass Die Mitte an der FDP vorbeizieht.

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Mitte-Präsident Gerhard Pfister hat gut lachen. Seine Partei zieht im SRG-Wahlbarometer knapp an der FDP vorbei.

Mitte-Präsident Gerhard Pfister hat gut lachen. Seine Partei zieht im SRG-Wahlbarometer knapp an der FDP vorbei.

20min/Marco Zangger
Die Partei von FDP-Präsident Thierry Burkart würden 14,6 Prozent der Stimmberechtigten wählen.

Die Partei von FDP-Präsident Thierry Burkart würden 14,6 Prozent der Stimmberechtigten wählen.

20min/Marco Zangger
Die SVP legt am meisten zu und kommt auf 27,6 Prozent. Im Bild: SVP-Präsident Marco Chiesa. 

Die SVP legt am meisten zu und kommt auf 27,6 Prozent. Im Bild: SVP-Präsident Marco Chiesa. 

20min/Michael Scherrer

Darum gehts

  • Im SRG-Wahlbarometer hat Die Mitte die FDP überholt.

  • Die SVP baut ihren Vorsprung aus.

  • Die Grünen sind die grossen Verlierer.

Am 22. Oktober wählt die Schweiz ein neues Parlament. Laut dem SRG-Wahlbarometer könnte dabei sogar die Zauberformel ins Wanken geraten. Die Mitte zieht mit 14,8 Prozent knapp an der FDP vorbei (14,6 Prozent). Die FDP hält zurzeit zwei Bundesratssitze. Die Mitte einen. 

Die grösste Gewinnerin ist die SVP. Sie legt im Vergleich zu den Wahlen 2019 um zwei Prozent zu und kommt auf 27,6 Prozent. Dahinter folgt die SP mit 17,3 Prozent (ein Plus von 0,3 Prozent). Die Grünen verlieren weiter an Boden. Sie kommen noch auf 10,7 Prozent (minus 2,5 Prozent).

Die GLP würden 7,3 Prozent wählen (minus 0,5 Prozent). Die EVP kommt auf 2,1 Prozent. Für andere Parteien würden total 5,6 der Wählenden ihre Stimme geben.

Hätte Die Mitte bei diesem Resultat Anspruch auf einen zweiten Bundesratssitz? 

Mitte setzt auf Masse

Die Mitte setzt auf Masse. Über 1100 Kandidatinnen und Kandidaten stellen sich zur Wahl – so viele wie bei keiner anderen Partei. Der Frauenanteil bleibt aber unter 40 Prozent. 

Viele der Kandidatinnen und Kandidaten stellen sich aber auf Unterlisten zur Wahl. Seltenst werden diese Kandidierenden tatsächlich gewählt, oft sind sie Stimmenbringer für die Hauptliste. Die Kandidaten- und Listenflut der Wahlen diesen Herbst sorgte bereits für Kritik von Politologinnen und Politologen.
Insgesamt werden diesen Herbst über 5000 Kandidaturen für die 246 Parlamentssitze erwartet. Die Mitte stellt nun also 20 Prozent aller Kandidierenden, bei einem Wähleranteil von rund 14 Prozent.

Mitte-Präsident Gerhard Pfister lässt diese Kritik nicht gelten, wie er auf eine Frage von 20 Minuten sagte. «Alle, die antreten, sind Botschafterinnen und Botschafter für den Erfolg der Partei», sagt er. Kein einziger Sitz komme nur durch die Spitzenkandidaten und -kandidatinnen zustande, sagt er weiter. Die entscheidenden Stimmen brächten die Leute, die nicht gewählt würden.

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