Sri Lanka im Bombenterror

Aktualisiert

Sri Lanka im Bombenterror

Je näher der 60. Unabhängigkeitstag Sri Lankas rückt, desto mehr Opfer fordern die Kämpfe zwischen Rebellen und Regierung. Im Januar starben fast 900 Menschen. Und schon am 1. Februar fordert ein Anschlag auf einen Bus 20 Opfer.

Wie Krankenhausmitarbeiter berichteten, wurden mehr als 50 weitere Menschen verletzt. Von ihnen hätten viele schwere Verletzungen erlitten. Der Sprengkörper detonierte, als der Bus an einer Haltestelle in Dambulla etwa 150 Kilometer nördlich der Hauptstadt Colombo stand. Zu dem Attentat bekannte sich zunächst niemand.

Die Region um Dambulla war bislang von den Kämpfen der tamilischen Rebellen mit den Streitkräften verschont geblieben. Dambulla ist ein beliebtes Touristenziel, die dortigen Höhlentempel sind auch auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes. Kämpfe und Anschläge waren bisher auf den Norden, Osten und Südosten des Landes konzentriert, einzelne Anschläge gab es auch in der Hauptstadt Colombo. Anlässlich des am Montag bevorstehenden 60. Jahrestags der Unabhängigkeit von Grossbritannien wurden zuletzt im ganzen Land die Sicherheitsvorkehrungen verstärkt.

Seit dem offiziellen Ende des Waffenstillstands am 16. Januar waren bei Kämpfen zwischen Armee und Rebellen der Befreiungstiger von Tamil Eelam (LTTE) mehr als 850 Aufständische und 30 Soldaten im Norden des südasiatischen Inselstaats getötet worden. Die LTTE kämpft seit 1983 für einen eigenen Staat der tamilischen Minderheit. Die Regierung lehnt eine Spaltung des Landes ab. Anfang Januar hatte die Regierung ein Waffenstillstandsabkommen mit der LTTE aufgekündigt. Der Konflikt kostete bislang mehr als 75 000 Menschen das Leben.

(SDA/AP)

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