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Sri Lanka: Militär verstärkt Truppen im Norden des Landes

Drei Wochen nach dem Wiederaufflammen des Bürgerkrieges zwischen Regierungssoldaten und Rebellen in Sri Lanka hat das Militär seine Truppen an der Front im Norden massiv verstärkt.

Die Armee habe Soldaten und Fahrzeuge nach Trincomalee verlegt, meldeten sie am Freitag. Nahe der Stadt waren die jüngsten Kämpfe um ein von den Rebellen kontrolliertes Wasserreservoir ausgebrochen. Der Hafen von Trincomalee wurde sporadisch beschossen.

Hilfsorganisationen berichteten, dass das Artilleriefeuer immer näher an die Stadt heranrücke. Einige internationale Organisationen begannen damit, ihre Mitarbeiter aus Sicherheitsgründen aus Trincomalee abzuziehen.

In der von dem Tsunami 2004 schwer getroffenen Region sind nach wie vor zahlreiche Helfer eingesetzt, um der Bevölkerung beim Wiederaufbau zu helfen.

Tausende sitzen fest

Wegen der Kämpfe sitzen auf Jaffna rund 5000 ausreisewillige Zivilisten fest. Darunter seien auch in Sri Lanka geborene Bürger mit ausländischem Pass, die zum Urlaub nach Jaffna gekommen seien, sagten Regierungsvertreter vor Ort. Alle Flüge auf die von der Regierung kontrollierte Halbinsel wurden nach Artilleriebeschuss des dortigen Flughafens durch die LTTE ausgesetzt.

Eigentlich hatte der Waffenstillstand einen Schlussstrich unter den seit mehr als 20 Jahren dauernden Bürgerkrieg ziehen sollen, bei dem mehr als 65 000 Menschen starben. Die Rebellen der Befreiungstiger von Tamil Eelam (LTTE) streben eine Selbstbestimmung der tamilischen Minderheit im Norden und Osten der Insel an, was die Regierung ablehnt. (sda)

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