Sri Lanka: Verhandlungskampf um Frieden
Aktualisiert

Sri Lanka: Verhandlungskampf um Frieden

Die Regierung von Sri Lanka und die tamilischen Rebellen wollen im April neue Gespräche über den brüchigen Waffenstillstand aufnehmen.

Das teilte der norwegische Vermittler Erik Solheim heute Donnerstag in Genf mit, wo beide Seiten zwei Tage lang verhandelten.

In einer gemeinsamen Erklärung hiess es, Regierung und Rebellen hätten sich darauf geeinigt, dass es keine «Einschüchterung, Gewalttaten, Entführungen oder Tötungen» mehr geben solle. Sie wollten das 2002 geschlossene Waffenstillstandsabkommen einhalten.

Die Rebellen der Befreiungstiger von Tamil Eelam (LTTE) erklärten sich bereit, keine Gewalttaten gegen Soldaten und Polizisten zu verüben. Im Gegenzug sicherte die Regierung zu, dass in den von ihr kontrollierten Gebieten nur Sicherheitskräfte Waffen tragen dürften.

Die Erklärung übertreffe seine Erwartungen, sagte Solheim. Er wies darauf hin, dass bereits seit der Ankündigung der Genfer Gespräche vor vier Wochen die Gewalt auf der Insel nachgelassen habe.

Der Friedensprozess dort war 2003 zusammengebrochen, nachdem die LTTE die Verhandlungen beendet hatte. Die immer wieder aufflammende Gewalt kostete im vergangenen Jahr 150 Menschen das Leben. Die Rebellen wollen einen eigenen Staat für die 3,2 Millionen Tamilen in Sri Lanka errichten, weil sie sich von der Mehrheit der Singhalesen diskriminiert fühlen. Ihren bewaffneten Kampf nahmen sie 1983 auf, seitdem fielen dem Konflikt rund 65.000 Menschen zum Opfer. (dapd)

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