Aktualisiert 25.06.2009 23:28

Neues SportfernsehenSSF statt DSF - ein schlechter Tausch?

Am Mittwoch startet das Schweizer Sportfernsehen (SSF) mit seinem eigenen Sender. Weichen muss das Deutsche Sportfernsehen (DSF). Dort rechnet man mit heftigen Reaktionen aus der Schweiz.

von
Marcel Allemann

Das Schweizer Sportfernsehen beginnt am nächsten Mittwoch um 12 Uhr mit seinem Vollprogram. Neben Magazin-Sendungen konzentriert man sich vor allem auf Liveübertragungen in Bereichen wie der Fussball-Challenge-League, der Frauenfussball-Nati, Beachvolleyball, Volleyball, Handball, Wasserball oder Faustball. Kein Schelm, wer sagt, das Schweizer Sportfernsehen müsste eigentlich Schweizer Randsportfernsehen heissen. Trotzdem ist es aus Sicht des Sports zu begrüssen, dass es nun ein neues Gefäss gibt.

Doch der Preis ist hoch. SSF wird anstelle von DSF aufgeschaltet. In Basel bekommt DSF einen neuen Sendeplatz. In den meisten anderen Regionen wie etwa Zürich verschwindet der renommierte Sportkanal (berichtet unter anderem live über Wimbledon, Töff-GPs, die Eishockey-WM und besitzt Zweitrechte an der Bundesliga) auf das digitale Netz. Bei DSF ist man darüber natürlich nicht erfreut und hat einen Schweizer Anwalt eingeschaltet, der beim Bakom zwei Beschwerden eingereicht hat. «Der Schweizer Markt ist für uns sehr wichtig. Wir verfügen da über eine treue Stammkundschaft», bedauert DSF-Pressesprecher Sascha Jungbluth. «Auch wirtschaftlich ist das für uns unerfreulich, da wir nun an Fläche verlieren.» Jungbluth rechnet damit, dass «die Telefone bei uns heisslaufen werden, wenn wir am Mittwoch abgeschaltet werden». Doch ändern wird das am Verdikt kaum etwas. Es sei denn, dem SSF geht eines Tages der Schnauf aus.

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