St. Gallen: Bürgerliches Komitee befürwortet Steuergesetzrevision
Aktualisiert

St. Gallen: Bürgerliches Komitee befürwortet Steuergesetzrevision

Ein überparteiliches, bürgerliches Komitee wirbt für die Totalrevision des kantonalen Steuergesetzes, über die am 24. September abgestimmt wird.

Im Gegensatz zur Linken sagt das Komitee, das Steuergesetz nütze auch dem Mittelstand.

Eine Revision des kantonalen Steuergesetzes nütze einer breiten Bevölkerungsschicht. So argumetiert das überparteiliche Komitee, bestehend aus CVP, FDP, SVP, sowie der Industrie- und Handelskammer St. Gallen-Appenzell (IHK), dem St. Gallischen Gewerbeverband und dem Hauseingentümerverband des Kantons St. Gallen, an einer Medienkonferenz am Dienstag.

Steuerattraktivität zurückgewinnen

Der Kanton St. Gallen habe an Steuerattraktivität verloren und werde weiter ins Hintertreffen geraten, wenn man nichts unternehme, argumentiert das Komitee. Es verlangt eine Steuersenkung für die Wirtschaft und für Personen mit steuerbarem Vermögen, sowie höhere Steuerabzüge für Familien mit Kindern und die Senkung des Eigenmietwerts.

Den linken Kritikern entgegnet das Komitee, die Revision werde breite Schichten begünstigen. Dazu zählt das Komitee Familien, Mittelstandsbetriebe, Personen mit Einkommen, Hauseigentümer, angehende Rentner und die Wirtschaft.

Würde die Revision angenommen, flössen 140 Millionen Franken weniger in die Kassen von Kanton und Gemeinden. Kein Problem, sagt das Komitee. Der Kanton würde die Ausfälle der Gemeinden zur Hälfte kompensieren. Der Rest kann durch Rechnungsüberschüsse, den Erlös aus dem Verkauf der Goldreserven, sowie den neuen Finanzausgleich (NFA) finanziert werden.

Kein ruinöser Steuerwettbewerb

Auch das Argument, die Revision des Steuergesetzes trage zum ruinösen Steuerwettbewerb bei, lässt das Komitee nicht gelten. Der Kanton St. Gallen würde durch die Revision steuermässig nicht zur nationalen Spitze gehören, sondern sich im Mittelfeld positionieren. (sda)

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