Die Geld-Tabelle: St. Gallen nutzt seine Mittel am besten
Aktualisiert

Die Geld-TabelleSt. Gallen nutzt seine Mittel am besten

Wer viel Geld zur Verfügung hat, der gewinnt Titel. Würde das stimmen, müsste der Schweizer Meister immer FC Basel heissen. Doch auch mit wenig Geld lässt sich einiges erreichen, wie die Geld-Tabelle von 20 Minuten beweist.

von
Sandro Compagno

Eine Momentaufnahme, ohne Zweifel, und eine Spielerei. Dennoch ein Indiz, wie gut in den Klubs gearbeitet wird. Auf Platz 1 liegt Aufsteiger St. Gallen. Die Ostschweizer haben mit geschätzten 7,5 Millionen Franken das drittkleinste Budget der Liga. 37 bis 39 Punkte hat sich Trainer Uli Forte zum Ziel gesetzt. 9 hat er in den ersten sechs Spielen gewonnen. Hochgerechnet macht das 54 in 36 Runden – der Klassenerhalt wäre eine reine Formsache. Doch Hochrechnungen gelten wenig in der Welt des Fussballs. Das schmale Kader entlastet die Klubkasse, macht aber anfällig für Sperren oder Verletzungen der Leistungsträger.

Am anderen Ende der Geld-Rangliste liegt der FC Basel: Der ewige Favorit wirtschaftet mit rund 30 Millionen Franken. Der neue Trainer Thorsten Fink will weg vom reinen Kraft-Fussball seines Vorgängers Christian Gross hin zu gepflegtem Kurzpassspiel. Ein Prozess, der Zeit braucht. Ein kleiner Trost: Auch Meister FCZ lebt auf grossem Fuss, ist Vor­letzter der Geld-Tabelle von 20 Minuten. Im Hinblick auf die Champions League haben die Zürcher ihr Budget auf über 20 Millionen hochgefahren. Obs rentiert, zeigen die nächsten acht Tage mit den Playoff-Spielen gegen den lettischen Meister Ventspils.

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