St.Gallen: SVP nominiert Kandidaten für den Regierungsrat
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St.Gallen: SVP nominiert Kandidaten für den Regierungsrat

Der Präsident der Fraktion des Kantonsrats, Markus Straub (44), aus St. Gallen und der Wildhauser Unternehmer und politische Quereinsteiger Ernst Jörin (54) kandidieren für die St. Galler Regierung

Nach ihrem Erfolg im Kanton St. Gallen mit 33 Prozent Wähleranteil bei den eidgenössischen Wahlen im Oktober 2003 forderte Kantonalpräsident Nationalrat Toni Brunner einen Sitz für die SVP in der Kantonsregierung. Nach der Wahl Christoph Blochers in den Bundesrat legte Brunner noch eins drauf: Er forderte zwei Sitze.

Mehrere Bewerber

Die Parteileitung schlug den Delegierten am Mittwoch in Schänis ein Zweierticket mit Hans Richle und Ernst Jörin vor. Die Regionalpartei Sarganserland hatte die Wangser Kantonsrätin Elisabeth Schnider portiert. Es blieb nicht bei drei Vorschlägen.

Aus der Versammlung stellten sich die Kantonsräte Karl Güntzel und Markus Straub, beide aus der Stadt St. Gallen, einer parteiinternen Ausmarchung. Güntzel, der 2001 von der FDP zur SVP gewechselt hatte, zog seine Kandidatur aber zurück, weil mit Straub bereits jemand aus dem Kreis St. Gallen zur Verfügung stehe, wie er sagte.

Schlappe für Brunner

Der Nomination ging eine Diskussion mit gut 20 Voten voraus. Richle wurde von einem Votanten links der Mitte positioniert. Jörin wurde vorgeworfen, zu wenig für die SVP getan zu haben, obschon er schon seit zwölf Jahren in der Partei sei. Ein halbes Dutzend Redner machten sich für Markus Straub stark: er sei einer, den man kenne.

Das Zweierticket des Parteivorstands lehnten die Delegierten mit 130 Nein- bei 56 Ja-Stimmen deutlich ab. Ungewöhnlich kalter Wind blies dem ansonsten innerhalb der SVP souveränen Toni Brunner entgegen. Richle zog seine Kandidatur zurück. Es blieben Schnider, Jörin und Straub. In der Folge wurde auf Antrag geheim abgestimmt.

Das Rennen machten Markus Straub mit 130 und Ernst Jörin mit 108 Stimmen. Für Elisabeth Schnider sprachen sich 99 Delegierte aus.

(sda)

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