Brutales Rennen: St. Galler bereitet sich auf härtesten Lauf vor

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Brutales RennenSt. Galler bereitet sich auf härtesten Lauf vor

Extremsportler Salvatore Melone (35) will sich beim brutalsten Hindernis-Rennen der Welt in Schlammgruben, Feuerballen und eiskalte Tümpel stürzen. Dafür trainiert er täglich.

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Normale Menschen strecken bei Wassertemperaturen von 12 Grad nicht einmal ihren Zehen in den Bodensee. Für Salvatore aus Rorschacherberg SG kommt der Kälteeinbruch gerade recht. «Das sind ideale Temperaturen, um mich abzuhärten.» Der Ostschweizer schwimmt laut eigenen Angaben bei jedem Wetter täglich einen Kilometer im Bodensee.

Der 35-Jährige startet am 1. Februar 2015 erstmals beim Hindernisrennen Tough Guy Race im englischen Wolverhampton – einem der härtesten Rennen dieser Art auf der Welt. Für die Teilnehmer geht es über 15 Kilometer durch brennende Heuballen, Schlammgruben und eiskalte Wassergräben. «Die Herausforderung ist weniger die Kilometerzahl als vielmehr die Kälte», sagt der Installateur. Mit völlig durchnässter Kleidung gelte es die vielen Hindernisse zu überwinden.

Vor der eigenen Haustür macht sich der Sportler fit für das Abenteuer. Nach rund 15 Minuten steigt er am Sonntagnachmittag aus dem Bodensee und macht gleich noch 80 Liegestütze. «Wenn man so lange im kalten Wasser ist, dann muss man sich danach unbedingt schnell wieder aufwärmen», sagt der Extremsportler, der schon am Berglauf Brülisau und an der Säntis-Challenge mitgemacht hat.

Inneren Schweinehund überwinden

Der Ostschweizer bereitet sich hauptsächlich mit Kampfsport sowie Lauf- und Schwimmtraining auf das Hardcore-Rennen vor. «Schlussendlich geht es vor allem darum, den inneren Schweinehund zu überwinden», sagt er. Warum tut man sich so etwas an? «Ich mag Herausforderungen und Sport tut mir gut. Wenn ich zwei, drei Tage nichts mache, dann bekomme ich schlechte Laune.»

Am Tough Guy Race geht es für ihn in erster Linie darum, durchzuhalten und ins Ziel zu kommen. «Ich will auf die Zähne beissen und nicht wie viele andere Teilnehmer enden, die erschöpft oder verletzt auf der Strecke bleiben.» Der Sprung in den kalten Bodensee hat für ihn noch einen weiteren Vorteil: «Ich stärke damit mein Immunsystem, habe nie kalt und werde nie krank.»

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