St.Galler Parkgaragen: Autoaufbrüche häufen sich
Aktualisiert

St.Galler Parkgaragen: Autoaufbrüche häufen sich

In St. Gallen werden wieder öfter Autos aufgebrochen. Stark betroffen ist das Parkhaus Burggraben, in dem dieses Wochenende gleich zehn Autos geknackt wurden.

Für die Mitarbeiter des Parkhauses Burggraben in St. Gallen gab es gestern Morgen viel Arbeit: Putzequipen mussten die Spuren einer ganzen Serie von Autobrüchen vom Wochenende beseitigen – «eine Riesensauerei haben sie angerichtet, überall liegen Scherben herum», sagt ein Angestellter.

«Wir wissen von zehn aufgebrochenen Wagen im Parkhaus Burggraben», sagt Kapo-Sprecher Hans Eggenberger auf Anfrage. In letzter Zeit sei wieder eine Häufung von Autoeinbrüchen feststellbar, nachdem die Fälle letztes Jahr drastisch abgenommen hatten, so Eggenberger. Waren es im Jahr 2004 1400 Fälle, wurden 2005 nur noch 547 verzeichnet.

Die Vorgehensweise der Autoknacker lässt auf Beschaffungskriminalität von Drogenkonsumenten schliessen. Jürg Niggli, Geschäftsführer der Stiftung Suchthilfe, sagt denn auch: «Wenn wieder ein Spezialist aus dem Strafvollzug entlassen wird, steigen die Fälle sofort an.» Denn es seien oft wenige Täter, die eine Vielzahl von Delikten begehen würden.

Eines der Opfer hat sein Auto erst seit August und wurde schon zum zweiten Mal geschädigt. Die Diebe schlugen die Beifahrerscheibe ein und durchwühlten das Handschuhfach – Radio, CDs und Sonnenbrille blieben liegen.

Felix Burch

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