Aktualisiert 28.03.2014 12:15

Umgestaltet

St. Galler Telefonzelle ist jetzt eine Bibliothek

Die kleinste Hol-Bring-Bücherei in St.Gallen eröffnet am Samstag an der Linsebühlstrasse 97 ihre Tore. Die Bücher stehen den Quartierbewohnern kostenlos zur Verfügung.

von
aki
Die Mini-Quartier-Bücherei an der Linsebühlstrasse 97 in St. Gallen öffnet am Samstag erstmals ihre Kabinentür. (Bild: Hakan Aki)

Die Mini-Quartier-Bücherei an der Linsebühlstrasse 97 in St. Gallen öffnet am Samstag erstmals ihre Kabinentür. (Bild: Hakan Aki)

Kaum jemand braucht heute noch Telefonzellen, und genau das brachte den Quartierverein Südost auf die Idee, die Telefonzelle im Linsebühl bei der ehemaligen Post als Bibliothek umzunutzen. «Ich war letztes Jahr in der Stadt Bergen in der Lüneburger Heide unterwegs und endeckte dort die ‹2. kleinste Bücherei der Welt›, untergebracht in einer roten Telefonzelle, wie man sie aus England kennt», so Patrick Roth, Präsident des Quartiervereins Südost. Die Idee für eine ähnliche Quartierbücherei in St.Gallen war damit geboren.

«Komissar Zufall» half mit

Anfang Januar wurde überraschenderweise die Telefonkabine in der Helvetia-Liegenschaft an der Linsebühlstrasse 97 frei. Die Swisscom gab die Zelle auf und so war der Weg für Roth frei: «Ich habe sofort zugeschlagen.» Vorerst wurde ein Vertrag für ein Probejahr abgeschlossen. Laut Roth ist die Quartierbücherei an wettergeschützter und gleichzeitig durch den Kundenverkehr zum Kiosk gegenüber an bester Lage. «Interessierte können sich in der Mini-Bücherei kostenlos bedienen, als Gegenleistung lassen sie eigene Bücher da. Ganz nach dem Hol-Bring-Prinzip», so der 60-jährige Quartierspräsident.

Startschuss am 29. März

Diesen Samstag eröffnet die Lesebiene, anlässlich der St.Galler Literaturtage, ihre Kabinentür. Eröffnung ist um 11 Uhr mit einer kleinen Performance. Von 11 bis 15 Uhr dürfen Bücher gebracht und mitgenommen werden.

Betreut wird die Lesebiene künftig von den Mitarbeitern des Kiosks Quark nebenan. Diese öffnen die Kabine am Morgen und schliessen sie am Abend auch wieder ab. Zudem haben sie ein wachsames Auge auf das Geschehen in der Kabine.

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