Von der Tribüne gefallen: St.-Pauli-Fan stürzte sechs Meter in die Tiefe
Aktualisiert

Von der Tribüne gefallenSt.-Pauli-Fan stürzte sechs Meter in die Tiefe

Der 5:0-Auswärtssieg des FC St. Pauli bei Alemannia Achen wurde von einem tragischen Zwischenfall überschattet: Ein Fan war im Jubeltaumel auf eine Brüstung geklettert und stürzte aus rund sechs Metern kopfüber auf den Betonboden.

von
mon

Zunächst war der Jubel der St.-Pauli-Spieler nach dem Schlusspfiff grenzenlos. Doch urplötzlich wurde es still im Tivoli-Stadion von Alemannia Achen. Was war geschehen? Ein St.-Pauli-Fan war im Jubeltaumel auf die Brüstung der Tribüne geklettert und hatte in rund sechs Metern Höhe das Gleichgewicht verloren. Der Mann schlug direkt vor den Augen der Spieler mit dem Kopf auf dem Betonboden auf, wie das «Hamburger Abendblatt» berichtet.

Bewusstlos und stark blutend blieb der Mann liegen, Sanitäter eilten sofort zu Hilfe. Der 38-Jährige Mexikaner wurde mit schweren Kopfverletzungen ins Krankenhaus eingeliefert, schwebte zwischenzeitlich gar in Lebensgefahr. Gegen Mitternacht gaben die Ärzte laut dem «Hamburger Abendblatt» Entwarnung: Die Verletzungen seien zwar schwer, Lebensgefahr bestünde jedoch keine mehr.

Die Ursache für den Sturz ist noch unklar. «Es gibt keinerlei Anzeichen für ein Fremdverschulden, so dass wir von einem Unglücksfall ausgehen», zitiert die Nachrichtenagentur «dpa» einen Polizeisprecher. Die Beamten würden nun Augenzeugen zum genauen Unfallhergang befragen. Rund 25 Stadionbesucher, die die Tragödie aus nächster Nähe miterlebten, mussten seelsorgerisch betreut werden.

Der FC St. Pauli bedauert den Vorfall zutiefst. «Gott sei Dank ist er mittlerweile ausser Lebensgefahr», schreibt der Zweitligist auf seiner Homepage. «Wir wünschen dir alles, alles Gute und eine schnelle und gute Genesung!»

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