Das Ende einer Ära: St. Pauli wirft Stripperinnen raus
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Das Ende einer ÄraSt. Pauli wirft Stripperinnen raus

Der FC St. Pauli beheimatet im Millerntor-Stadion seit Jahren den Nachtklub «Susis Show Bar». Nun hat der Hamburger Fussballklub genug von den leicht bekleideten Mädchen.

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Bald sind keine Showgirls mehr an den Heimspielen des FC St. Pauli anwesend.

Bald sind keine Showgirls mehr an den Heimspielen des FC St. Pauli anwesend.

Der FC St. Pauli löst den Vertrag mit dem Reeperbahn-Nachtklub «Susis Show Bar» auf. Bei einer Hauptversammlung des zweiten Bundesligisten haben die Mitglieder für diesen Antrag abgestimmt: «Jegliche Darbietung nicht oder nur spärlich bekleideter Frauen und Männer in den Räumlichkeiten des Millerntor-Stadions werden per sofort untersagt.»

Gemeint sind Stangentanz nackt, nur in Slip, Bikini, Striptease und Tabledance. Die Chefin der Bar, Susi Ritsch, teilte der Boulevard-Zeitung «Bild» mit, was sie über den «Rauswurf» denkt. «Schade, aber für uns geht die Welt nicht unter.»

Frauen und Männer tanzen in der Loge

Wie kam es überhaupt zu dieser sonderbaren Vereinbarung zwischen dem Fussballklub und dem Reeperbahn-Klub? «Die 22-Mann-Loge war als witzige Idee vom ehemaligen Präsidenten Corny Littmann und mir gedacht», so Susi Ritsch. «Bei einem Pauli-Tor hat ein Mädel getanzt, bei Gegentoren ein Boy, aber nicht nackt.» Heinz Ritsch, Ehemann der Show-Bar-Besitzerin bedauert es sehr, dass der Verein seinen «schillernsten Eindruck» verloren hat. «Da standen Chirurgen, Zuhälter, Mädels aus der Herbertstrasse im Mini und Rechtsanwälte Schulter an Schulter.»

Die Loge im Millerntor-Stadion kostet 90 000 Euro. Susis Show Bar macht auf der Homepage noch immer Werbung für die heiss begehrten Plätze im Séparee. Für kommenden Samstag (St. Pauli - Dynamo Dresden) hat es noch fünf Exklusiv-Karten im Angebot. Bis der Vertrag mit dem Hamburger Traditionsverein ausläuft, werden Susi und ihre Mädels mit Sicherheit noch zünftig Gas geben.

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