Olten: St.-Ursen-Brandstifter aus Gefängnis entlassen
Aktualisiert

OltenSt.-Ursen-Brandstifter aus Gefängnis entlassen

Jahrelang rang er mit den Behörden – nun ist Andres Z. frei. Doch ein neues Verfahren wurde bereits eingeleitet.

von
kaf
1 / 8
Im Januar 2011 hatte der 66-Jährige in der St.-Ursen-Kathedrale ein Feuer gelegt.

Im Januar 2011 hatte der 66-Jährige in der St.-Ursen-Kathedrale ein Feuer gelegt.

kein Anbieter/Felix Brodmann, newspictures
Am Wahrzeichen von Solothurn entstand ein Sachschaden von 3,5 Millionen Franken.

Am Wahrzeichen von Solothurn entstand ein Sachschaden von 3,5 Millionen Franken.

kein Anbieter/Felix Brodmann, newspictures
Verletzt wurde niemand.

Verletzt wurde niemand.

kein Anbieter/Felix Brodmann, newspictures

Andres Z.*, bekannt als der Brandstifter der Solothurner Kathedrale St. Ursen, konnte am Dienstagnachmittag das Untersuchungsgefängnis Olten verlassen. Das Amtsgericht wollte dies verhindern, indem es eine Gefährdungsmeldung an die Kinder- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) machte. Das Solothurner Verwaltungsgericht hat aber deren Entscheid, Z. fürsorgerisch unterzubringen, abgelehnt. Dies schreibt der «Blick».

Somit ist Z. wieder auf freiem Fuss. Der 66-Jährige sass mehr als fünf Jahre im Gefängnis – obwohl er lediglich eine unbedingte Freiheitsstrafe von 14 Monaten hätte absitzen müssen. Das Amtsgericht wollte eine nachträgliche Verwahrung durchsetzen, die zuletzt Anfang Oktober vor dem Bundesgericht scheiterte.

Neues Verfahren läuft

Noch hat Z. aber keine Ruhe: Die Kesb könnte den Entscheid vor Bundesgericht ziehen. Auch könnte die Staatsanwaltschaft eine neue Verhaftung anordnen, weil er letzte Woche seine Zelle mit einem Wasserkocher anzündete. Dabei entstand ein Schaden von mehreren 1000 Franken, die Zelle ist unbewohnbar.

Z. schüttete am 4. Januar 2011 rund 20 Liter Benzin über den Altar und den darunter liegenden Teppich der St.-Ursen-Kathedrale in Solothurn und zündete es mit einer Kerze an. Dabei entstand ein Sachschaden von 3,5 Millionen Franken, verletzt wurde niemand. Bereits 20o9 versuchte der Brandstifter, mit einer Metallvorrichtung einen Zug entgleisen zu lassen. Im Juli 2010 hatte er Zugpassagiere mit einer vermeintlichen Bombenweste erschreckt.

*Name der Redaktion bekannt.

Deine Meinung