Solothurn: St.-Ursen-Brandstifter soll verwahrt werden
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SolothurnSt.-Ursen-Brandstifter soll verwahrt werden

Weil er nicht auf die Therapie eingeht, soll ein Brandstifter verwahrt werden. Er hatte 2011 in der St.-Ursen-Kathedrale Feuer gelegt.

von
nc
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Der Behördenschreck Kuno W. wird nach seiner Attacke im Gericht von der Polizei abgeführt.

Der Behördenschreck Kuno W. wird nach seiner Attacke im Gericht von der Polizei abgeführt.

Screenshot Tele M1
Der Angreifer Kuno W. ist den Behörden bereits bekannt und steht unter Beobachtung.

Der Angreifer Kuno W. ist den Behörden bereits bekannt und steht unter Beobachtung.

Screenshot Tele M1
Um diesen Fall geht es im Prozess: Der 61-jährige Schweizer Andres Z. hat in der Solothurner Kathedrale am 4. Januar 2011 gegen 10 Uhr ein Feuer gelegt.

Um diesen Fall geht es im Prozess: Der 61-jährige Schweizer Andres Z. hat in der Solothurner Kathedrale am 4. Januar 2011 gegen 10 Uhr ein Feuer gelegt.

Felix Brodmann, newspictures

Der Mann, der im Januar 2011 in der St.-Ursen-Kathedrale in Solothurn Feuer gelegt hatte, soll verwahrt werden. Dies fordert der Kanton. Nach fast fünf Jahren Therpie gehe von ihm immer noch eine grosse Gefahr aus. Er gehe nicht auf die angeordnete Therapie ein, wie die «Solothurner Zeitung» unter Berufung auf «Radio 32» berichtet.

Am 15. Dezember muss er erneut vor Gericht erscheinen. Bis dahin bleibt er in Sicherheitshaft. Ein Psychiater wird ein neues Gutachten erstellen.

Benzin über Altar geschüttet

Der Brandstifter hatte am 4. Januar 2011 in der Kathedrale über den Altar und den darunterliegenden Teppich rund 20 Liter Benzin geschüttet. Das dabei entstandene Gemisch aus Luft und Benzin zündete er mit einer Kerze an. Verletzt wurde niemand.

Im September 2011 verurteilte ihn das Gericht zu einer unbedingten Freiheitsstrafe von 14 Monaten und einer stationären therapeutischen Massnahme in einer psychiatrischen Klinik. Der Mann fiel mit der Brandstiftung nicht zum ersten Mal auf: Im März 2009 wollte der Schweizer beim Bahnhof Olten-Hammer SO einen Zug entgleisen lassen. Und im Juli 2010 erschreckte er auf einer Zugfahrt von Göschenen UR nach Airolo TI mit einer selbstgebastelten «Bombenweste» die Passagiere.

Schaden von 3,5 Millionen Franken

Beim Brandanschlag in Solothurn entstand ein Sachschaden von 3,5 Millionen Franken. Die 1773 erbaute Kathedrale musste renoviert werden und blieb bis Herbst 2012 geschlossen.

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